Genf Sondersitzung des Menschenrechtsrats zur Lage der Rohingya

Rohingyas auf der Flucht.
Rohingyas auf der Flucht. © Foto: dpa
Genf / dpa 05.12.2017

Auf Druck von Bangladesch und Saudi-Arabien befasst der UN-Menschenrechtsrat sich an diesem Dienstag in Genf mit der Lage der aus Myanmar geflüchteten muslimischen Rohingya. 626.000 Menschen sind nach UN-Angaben seit Ende August aus dem mehrheitlich buddhistischen Myanmar in das Nachbarland Bangladesch geflohen. Sie berichten von Gewalt durch Armee und Polizei, die Ermordung von Angehörigen und das Niederbrennen ganzer Dörfer. Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein, hat das als ethnische Säuberungen bezeichnet.

Die Rohingya wurden von den britischen Kolonialherren in die Rakhine-Region im Westen Myanmars gebracht. Sie werden seit Jahrzehnten verfolgt. Der Staat verweigert den meisten muslimischen Rohingya seit Jahrzehnten die Staatsbürgerschaft, obwohl viele dort schon seit vielen Generationen leben.

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