Kommentar Claus Liesegang zu den Querelen in der CSU Söders perfides Spiel

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Claus Liesegang, Autorenfoto © Foto: swp
München / Claus Liesegang 18.07.2018

Horst Seehofer alpträumt wohl immer noch, dass ihn Markus Söder als Ministerpräsident beerbt hat. Früh hatte er geahnt, dass der fränkische Widersacher das Zeug zum bayerischen Königsmörder hat. Doch es kam noch viel schlimmer. Als der oberbayerische Hüne schon aus dem Freistaat verjagt worden war, ließ er sich als Bundesinnenminister von seiner CSU auf die Kamikaze-Mission gegen die AfD schicken und spürt dabei bis heute nicht, dass Söder ihm damit den tödlichen Dolch in die Seite gestoßen hat. Selbst jetzt, wo er wankt und fast fällt, will Seehofer nicht wahrhaben, wie übel ihm mitgespielt wird. So macht er Fehler um Fehler.

Nun, da Seehofers Auftrag, die absolute Mehrheit der CSU zu retten, krachend zu scheitern droht, initiiert Söder vollends den politischen Todesstoß für seinen Erzfeind, macht ihn zum alleinigen Sündenbock. Dabei sind er und seine Amigos mitverantwortlich. Doch Söder wäscht seine Hände in Unschuld. Wieder ist seine Strategie hinterhältig, eben wieder Marke Söder. Aber sie ist auch kurzsichtig. Denn nach Seehofer muss Söder selbst den CSU-Scherbenhaufen zusammenkehren.

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