Stuttgart/Pforzheim Sänger Giesinger geht wegen Nutzung eines Songs gegen AfD vor

Max Giesinger bei der Echo-Verleihung 2017 in Berlin: Vereinnahmung durch Rechtspopulisten.
Max Giesinger bei der Echo-Verleihung 2017 in Berlin: Vereinnahmung durch Rechtspopulisten. © Foto: Jens Kalaene/dpa
lsw 12.09.2017
Auf einer Wahlkampfveranstaltung hat die rechtspopulistische AfD den Song „40 Millionen“ des Sängers Max Giesinger verwendet. Der wehrt sich jetzt gegen die Vereinnahmung.

Der Sänger Max Giesinger wehrt sich Medienberichten zufolge juristisch dagegen, dass die AfD ohne seine Erlaubnis eines seiner Lieder auf einer Wahlveranstaltung gespielt hat. Wie die „Pforzheimer Zeitung“, die „Stuttgarter Zeitung“ und die „Stuttgarter Nachrichten“ schreiben, soll die Partei den Song „80 Millionen“ zum Auftakt einer Veranstaltung in Pforzheim gespielt haben. Die Nutzung des Songs sei mit ihm nicht abgesprochen gewesen. „Es verärgert mich extrem, dass eine Partei, deren politische Einstellung ich in keinster Weise teile, meine Musik für ihren Wahlkampf instrumentalisiert und ohne mein Wissen benutzt“, sagte Giesinger den Zeitungen. Die AfD wies dies den Angaben zufolge zurück. Sie habe die Nutzung des Liedes bei der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (Gema) angemeldet.