Berlin Reform der Pflegeausbildung steht

Berlin / KNA 14.01.2016
Die Pflegeausbildung soll grundlegend reformiert werden. Einen entsprechenden Gesetzentwurf verabschiedete das Bundeskabinett. Danach sollen die bislang getrennten Ausbildungen in der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege zusammengeführt werden.

"Pflegekräfte müssen in Altenheimen zunehmend auch mehrfach und chronisch Kranke versorgen. Und eine Pflegekraft im Krankenhaus braucht Kenntnisse in der Versorgung Demenzkranker", sagte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU). Die Ausbildungsreform werte die Altenpflege auf und stärke damit auch einen Frauenberuf, da vorrangig Frauen in der Pflege tätig seien, sagte Familienministerin Manuela Schwesig (SPD). Für andere Berufe wie Krankenpfleger oder Kinderkrankenpflege entstünden keine Nachteile, bekräftigten die Minister.

Der Gesetzentwurf sieht über die Zusammenlegung hinaus eine Abschaffung des Schulgelds, eine angemessene Ausbildungsvergütung sowie die Einführung eines Pflegestudiums vor. Die Bundesregierung rechnet mit Mehrkosten von 320 Millionen Euro.

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und der Deutsche Gewerkschaftsbund nannten den Entwurf "unausgegoren" und warnten davor, dass der generalisierte Ansatz die Anforderungen der einzelnen Pflegeausrichtungen vernachlässige.

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