Schloss Meseberg bei Berlin Merkel und Putin besprechen Konflikte in Ukraine und Syrien

 ARCHIV - 18.05.2018, Russland, Sotschi: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der russische Präsident Wladimir Putin geben nach der Pressekonferenz die Hand.
ARCHIV - 18.05.2018, Russland, Sotschi: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der russische Präsident Wladimir Putin geben nach der Pressekonferenz die Hand. © Foto: Kay Nietfeld (dpa)
Berlin / dpa 17.08.2018

Zum zweiten Mal innerhalb von gut drei Monaten kommen Bundeskanzlerin Angela Merkel und der russische Präsident Wladimir Putin am Samstag zu einem Gespräch über die Konflikte in Syrien und der Ostukraine zusammen. Weiteres Thema bei dem Treffen auf Schloss Meseberg bei Berlin wird der Streit mit den Nachbarländern über die Gas-Pipeline Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland sein.

Unmittelbar vor seinem Besuch bei Merkel wird Putin bei der Hochzeit der österreichischen Außenministerin Karin Kneissl in der Steiermark erwartet.

Zeichen der Entspannung

Merkel und Putin hatten sich erst Mitte Mai im russischen Badeort Sotschi am Schwarzen Meer getroffen. Anschließend hatte Merkel Ende Juli den russischen Außenminister Sergej Lawrow und Generalstabschef Waleri Gerassimow in Berlin empfangen - ein ungewöhnlicher Vorgang. Dass jetzt schon wieder ein bilaterales Treffen stattfindet, wird als Zeichen der Entspannung gesehen. Die Beziehungen waren seit der russischen Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim vor vier Jahren schwer angeschlagen.

Es ist der erste bilaterale Besuch Putins in Deutschland seit 2014. Danach kam der russische Präsident nur noch zu zwei Gipfeltreffen, an denen auch andere Länder teilnahmen: zum G20-Gipfel in Hamburg 2017 und zu einem Ukraine-Gipfel in Berlin 2016.

Zu Kneissls Hochzeit in der Steiermark nimmt Putin einen Kosaken-Chor mit. Die Außenministerin heiratet einen Unternehmer. Rund 100 Gäste sind geladen, darunter auch Kanzler Sebastian Kurz sowie Vizekanzler und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache. Die Einladung Kneissls an Putin hatte für Irritationen gesorgt, da die beiden sich noch nicht besonders lange kennen - wahrscheinlich erst seit wenigen Monaten. Österreich hat derzeit den EU-Vorsitz.

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