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Wer Salbei baut, den Tod nicht schaut", schrieb ein pflanzenkundiger Dichter im 19. Jahrhundert. Nicht von ungefähr: Salbei ist eine der ganz großen Heilpflanzen, wie schon der Name (lat. "salvare = retten, heilen) andeutet. Vor allem im Bereich von Mund und Rachen ist sie seit langer Zeit die Nummer eins. Vor der Erfindung der Zahnbürste reinigte man sich mit einem Salbeiblatt den Mundraum: einfach ein Blättchen über den Zeigefinger legen und damit das Zahnfleisch massieren. Das kräftigt das Zahnfleisch, desinfiziert, entfernt den Zahnbelag und sorgt für einen frischen Geschmack im Mund. Als verdünnte Gurgeltinktur hilft Salbei bei Prothesendruckstellen und bei eitriger Angina - aber nicht bei Reizhusten, da trocknet er zu sehr aus.

Salbei wird auch gegen übermäßiges Schwitzen sowie bei Magen- und Darmverstimmungen eingesetzt. Außerdem haben kräuterkundige Ärzte Salbei schon früher gegen ein "schwaches Hirn" verordnet; neuere Studien stützen diesen Rat: Salbei soll die Gedächtnisleistung verbessern.

Zubereitung: 2 TL getrocknete Salbeiblätter mit einem Viertelliter heißem Wasser aufgießen. Zum Gurgeln 10 Minuten ziehen lassen, zum Trinken nur 3 Minuten. mh