Recklinghausen Pariser Angreifer war der Polizei lange bekannt

EPD 11.01.2016
Der bei einem Überfall auf eine Pariser Polizeistation erschossene Mann hat zuletzt in einer Asylbewerberunterkunft in Recklinghausen gelebt.

Nach Angaben des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamtes war er zuvor in Deutschland unter verschiedenen Identitäten als Marokkaner, Syrer oder Georgier mehrfach straffällig geworden. Unter anderem saß er im vergangenen Jahr in den Justizvollzugsanstalten Heinsberg, Iserlohn und Bochum, wie der Direktor des Landeskriminalamts, Uwe Jacob, am Sonntag sagte. Um wen es sich bei dem Mann tatsächlich gehandelt und welche Nationalität er gehabt habe, sei noch nicht geklärt.

Laut Ausländer-Zentralregister sei der Mann erstmals am 1. November 2013 nach Deutschland eingereist, sagte Jacob. Zuvor soll er sich längere Zeit illegal in Frankreich aufgehalten haben. Den Jahreswechsel verbrachte er in Deutschland, ging dann wieder nach Frankreich.

In Recklinghausen sei er dreimal wegen Drogenbesitzes auffällig geworden, mehrfach wegen Körperverletzung, Verstoßes gegen das Waffengesetz, Beleidigung und Bedrohung. Er war auch einmal in Schweden festgenommen und nach Luxemburg ausgeliefert worden. In der Asylbewerberunterkunft soll er in mehreren Zimmern IS-Fahnen an die Wand gemalt haben.