Offene Frage zu Unterhaltsansprüchen

SWP 07.02.2013

Das Recht, die biologische Abstammung - also die Identität der Eltern - zu kennen, ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) Aspekt des allgemeinen Persönlichkeitsrechts. Dennoch war die anonyme Samenspende bisher möglich.

Deshalb bekräftigt die Entscheidung des Oberlandesgerichts (OLG) Hamm letztlich lediglich einen bekannten Grundsatz.

Für die Zukunft der Samenspende kann dies erhebliche Auswirkungen haben: Den künftig namentlich bekannten Erzeugern drohen unter Umständen Unterhaltsansprüche. Auf diese kann nämlich im Voraus nicht verzichtet werden (1614 I BGB). Auch erbrechtliche Ansprüche des Kindes gegen den biologischen Vater hält das OLG für möglich. cf/dpa