Stuttgart Nur jede sechste Schlecker-Frau findet Arbeit

Stuttgart / STOJ 14.07.2012

Nur wenige der entlassenen Schlecker-Frauen haben schon einen neuen Job gefunden. Die Vermittlung verläuft schleppend. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) sind von den 19 700 arbeitslos gemeldeten ehemaligen Mitarbeitern der insolventen Drogeriekette bisher nicht mal ein Sechstel in neue Jobs vermittelt worden. 3100 seien wieder in Arbeit, 4300 in Qualifikationsmaßnahmen, sagte eine Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit auf Anfrage der SÜDWEST PRESSE. Dabei gebe es starke regionale Unterschiede, was die Vermittlungsquote angeht: Während in Bayern jede fünfte Ex-Schlecker-Mitarbeiterin eine neue Stelle fand, war es in Sachsen jede achte.

Die Regionaldirektion der Arbeitsagentur in Stuttgart sieht eine "gute Entwicklung". Von den 1300 Schlecker-Frauen, die in der ersten Entlassungswelle zum 1. April bei dem Drogeriemarktunternehmen ihre Arbeit verloren haben, sind 43 Prozent nicht mehr arbeitslos gemeldet. Ende Juni wurden allerdings weitere 1500 Schlecker-Frauen arbeitslos.

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Handel sei nicht gut, hieß es von der BA. Den 300 000 arbeitslosen Verkäufern stünden 25 000 Stellen gegenüber. In Baden-Württemberg gibt es im Handel 4300 offene Stellen und 20 500 Arbeitslose.