NOTIZEN vom 9. Februar

Sieht eine "Katholiken- phobie" in Deutschland: Kardinal Joachim Meisner. Foto: dpa
Sieht eine "Katholiken- phobie" in Deutschland: Kardinal Joachim Meisner. Foto: dpa
SWP 09.02.2013

Ermittlungen eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Heidelberg hat Ermittlungen gegen einen ehemals ranghohen Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes (BND) eingestellt. Die Behörde hatte laut "Spiegel" unter anderem wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Waffengesetz gegen den Mann ermittelt. "Die durchgeführten Ermittlungen haben keinerlei Anhaltspunkte für ein strafbares Verhalten des Beschuldigten ergeben", teilte sie nun mit.

Auch tote Zivilisten

Bei US-Drohnenangriffen im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan sind in den vergangenen Jahren nach Angaben der Regierung Pakistans tausende Menschen getötet worden. Die Zahl der Opfer seit Beginn der Einsätze 2004 liege zwischen 1900 bis 3000, teilte Außen-Staatssekretär Jalil Abbas Jilani mit. Unter ihnen seien auch Zivilisten. 80 Prozent der Toten seien Extremisten.

Transsexuelle scheitert

Die polnische Linkspartei Palikot-Bewegung ist bei dem Versuch gescheitert, die transsexuelle Abgeordnete Anna Grodzka als stellvertretende Parlamentspräsidentin durchzusetzen. Die Mehrheit der Abgeordneten lehnte es ab, Vize-Parlamentschefin Wanda Nowicka abzuwählen. Nur 45 von 303 Abgeordneten stimmten zu.

Phobie beklagt

Nach den jüngsten innerkirchlichen Skandalen sieht der Kölner Kardinal Joachim Meisner eine "Katholikenphobie" in der deutschen Gesellschaft. Meisner (79) forderte seine Seelsorger in einem Brief zu Tapferkeit im Umgang mit öffentlicher Häme und ungerechtfertigten Vorwürfen auf. Zuletzt war die katholische Kirche in Köln massiv in die Kritik geraten, weil sich dort zwei katholische Kliniken geweigert hatten, eine vergewaltigte Frau zu behandeln.

ZITAT DES TAGES

Ich hätte nie gedacht, dass ich eine Zahnbürste brauchen würde.

Dalia Grybauskaite

Die litauische Staatspräsidentin zur Dauer des EU-Finanzgipfels.