Manöver im Ärmelkanal

Schiffe der russischen Kriegsmarine, darunter ein U-Boot-Zerstörer, haben gestern den Ärmelkanal passiert. Der Verband sei wegen eines Unwetters in die neutralen Gewässer der Seine-Bucht eingelaufen, teilte die Marine gestern mit. Russland versucht seit mehreren Wochen mit Manövern weit außerhalb seiner Grenzen militärische Stärke zu demonstrieren.

Paris geht auf Palästina zu

Frankreich will Palästina als Staat anerkennen, wenn es nicht in naher Zukunft eine Verhandlungslösung im Nahostkonflikt gibt. Das kündigte Außenminister Laurent Fabius während einer Debatte der Nationalversammlung an. Eine entsprechende Abstimmung ist für Dienstag geplant. Bisher haben weltweit 135 Länder Palästina als souveränen Staat anerkannt.

Razzia gegen Islamisten

Bei einer Großrazzia gegen mutmaßliche Islamisten in Österreich sind am Freitag 13 Verdächtige festgenommen worden. Sie sollen junge Männer für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeworben haben. An der Aktion waren nach Angaben der Staatsanwaltschaft Graz 900 Polizisten beteiligt. Durchsucht wurden Wohnungen, Gebetsräume und Moscheen in Wien, Graz und Linz. Nach Angaben des Innenministeriums sind bereits rund 150 Menschen aus Österreich nach Syrien oder in den Irak gereist. 30 von ihnen wurden bisher getötet.

Gemeinden in der Pflicht

Die Leiterin des Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam (FFGI), Susanne Schröter, hat mehr Engagement muslimischer Gemeinden im Kampf gegen den militanten Islamismus gefordert. "Wir müssen dringend auch religiöse Akteure ins Boot holen", sagte Schröter. "Es reicht nicht, alle halbe Jahre mal zu behaupten: Islam ist Frieden."

ZITAT DES TAGES

Wenn unsere Bedenken auf taube Ohren stoßen, schließe ich nichts aus.

David Cameron

Großbritanniens Premier zu einem möglichen EU-Austritt.