Bundesinnenminister Horst Seehofer nimmt den neuerlichen Fund einer Namensliste bei einem mutmaßlich rechtsextremen Reservisten nach eigenen Worten sehr ernst. „Das ist erschütternd und bestätigt, was ich seit Monaten sage: Dass die größte Bedrohung bei uns in der Bundesrepublik Deutschland der Rechtsextremismus ist“, sagte der CSU-Politiker am Mittwoch in Berlin.

Fall aus Niedersachsen: Liste von Politikern als mögliche Ziele?

Zuvor hatte der „Spiegel“ über einen Reservisten aus Niedersachsen berichtet, der unter Rechtsextremismus-Verdacht steht. Bei ihm wurde auch eine Liste mit Namen von Politikern gefunden. Was der Zweck der Liste ist und ob sie politische Gegner aufzählen soll, muss geklärt werden. Nach dem Bericht des „Spiegel“ stehen auch mehrere prominente Bundespolitiker darauf. Das Landeskriminalamt Niedersachsen ermittelt, wollte unter Verweis auf das laufende Verfahren aber keine weiteren Angaben machen.