Damaskus Nach Massakern fliehen immer mehr Syrer

Damaskus / DPA/KNA 28.08.2012

Nach schweren Kämpfen und Massakern im Süden von Damaskus wird der Flüchtlingsstrom aus Syrien immer größer. Mehr als 6000 Syrer retteten sich binnen weniger Stunden in den Libanon, Tausende harrten an der Grenze zur Türkei aus. Rund 80 000 Menschen haben dort bereits Zuflucht gefunden. Jetzt machte die Türkei die Grenzen dicht. Ankara fordert die Einrichtung einer Schutzzone auf syrischem Gebiet. Noch in dieser Woche soll sich der Weltsicherheitsrat nach dem Willen der Türkei damit befassen. Eine Schutzzone wäre aber nur in Verbindung mit einer Flugverbotszone durchsetzbar. International gibt es dafür keine einheitliche Linie.

In Damaskus meldeten Regimegegner den Absturz eines Militärhubschraubers. Die oppositionelle Freie Syrische Armee soll ihn abgeschossen haben. Das Staatsfernsehen bestätigte den Absturz, meldete aber auch Erfolge der Regierungstruppen im Kampf gegen "Terroristen" in der Provinz Idlib.

Unterdessen forderte der französische Präsident François Hollande die syrische Opposition auf, eine provisorische Regierung zu bilden. Paris werde sie anerkennen. Gleichzeitig warnte er al-Assad vor dem Einsatz chemischer Waffen. Das hätte einen "direkten Eingriff" zur Folge.