Das Coronavirus breitet sich immer weiter aus. Weltweit wurden bereits mehr als eine Million Corona-Fälle registriert. Um das Virus einzudämmen wurden landesweit drastische Maßnahmen beschlossen. Das gesellschaftliche Leben hat sich in den letzten Wochen auf ein Minimum reduziert. Doch das könnte sich bald ändern. Denn Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält erste schrittweise Lockerungen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie nach den Osterferien für möglich.

Jens Spahn: Lockerung nach Ostern wegen positivem Trend

Gegenüber dem Handelsblatt sagte Spahn, bei den Infektionszahlen sei ein "positiver Trend" zu beobachten, der sich aber noch "verstetigen" müsse.
Sollte die derzeitige positive Entwicklung bei den Infektionszahlen anhalten, werde die Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten "über eine schrittweise Rückkehr zur Normalität nach den Osterferien reden können", sagte Spahn. Voraussetzung möglicher Schritte in Richtung Normalität sei, dass sich sich die Bevölkerung auch über die Osterfeiertage an die Alltagsbeschränkungen halte. In einem freiheitlichen Rechtsstaat könnten weitreichende Einschränkungen von Grundrechten nur so lange funktionieren, wie sie verstanden und akzeptiert würden. Deshalb sei es nicht nur wichtig, das Handeln gut zu begründen, sondern auch eine Perspektive aufzuzeigen.

Lockerung über Ostern - Politik will keine falschen Erwartungen schaffen

Innenstaatssekretär Stephan Mayer mahnte derweil zur Vorsicht. Die öffentliche Debatte über eine Rückkehr zur Normalität sei verständlich, sagte der CSU-Politiker dem "Handelsblatt". "Im politischen Bereich sollten wir uns aber zurückhalten, wir dürfen keine falschen Erwartungen schaffen." Mayer fordert: "Die Osterferien sollten wir auf jeden Fall abwarten und dann im Lichte der gemachten Erfahrungen entscheiden."

Video Spahn: Rückkehr zur Normalität nach Osterferien denkbar

Österreich mit ersten Lockerungen in der Krise

Österreich will seine drastischen Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus schrittweise nach Ostern lockern. Bundeskanzler Kurz gab die Öffnung von kleinen Geschäften unter strengen Auflagen ab dem 14. April als Ziel aus.