Mit dem Plädoyer der Staatsanwaltschaft geht am Freitag (9.00 Uhr) der Prozess um den hundertfachen Missbrauch auf einem Campingplatz in Lügde in die Schlussphase. Zuvor stellt ein psychiatrischer Gutachter noch das Ergebnis seiner Untersuchung des Angeklagten Andreas V. vor. Dabei geht es unter anderem um die Frage der Schuldfähigkeit des Mannes und ob für ihn wegen des Hangs zu weiteren Taten eine Sicherungsverwahrung infrage kommt.

Der 56-Jährige ist während des Prozesses am Landgericht Detmold an einer Gürtelrose erkrankt. Am Donnerstag nahm er aber an der Verhandlung teil. Andreas V. und ein weiterer Angeklagter sollen über Jahre auf einem Campingplatz in Lügde an der Landesgrenze zu Niedersachsen hundertfach Kinder schwer sexuell missbraucht und dabei gefilmt haben.

Der Prozess wird am 30. August fortgesetzt. Nach dem Schlusswort der Staatsanwaltschaft sind noch weitere Plädoyers der 18 Nebenklägervertreter geplant.