Berlin Minijobbern droht Altersarmut

DPA 29.03.2012

Millionen Minijobber in Deutschland sind von Altersarmut bedroht. Gefährdet sind sie vor allem, wenn sie jahrzehntelang nur einen 400-Euro-Minijob haben. Ihre Rente wird dann monatlich deutlich unter 200 Euro liegen. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Links-Fraktion hervor. Laut einer Berechnung des Bundesarbeitsministeriums erwirbt ein Minijobber, der ein Jahr lang tätig ist, eine monatliche Rente von 3,11 Euro. Nach 45 Versicherungsjahren betrage der Anspruch 139,95 Euro.

Rund 7,4 Millionen Menschen - knapp 4,65 Millionen Frauen - haben eine Stelle auf 400-Euro-Basis. Gut zwei Drittel arbeiten nur so. Im Regelfall zahlt ausschließlich der Arbeitgeber Steuern und Sozialabgaben in Form einer Pauschale.

Eine höhere Rente will die Bundesregierung durch die neue Zuschussrente samt privater Vorsorge erreichen. Familienministerin Kristina Schröder (CDU) kritisierte die Ausweitung der Minijobs wie die Pläne ihrer Kollegin Ursula von der Leyen. "Für viele junge Mütter, die reguläre Arbeit suchen, wird der Minijob zur biografischen Sackgasse. Es macht keinen Sinn, heute die Minijobs auszuweiten und morgen mit der Zuschussrente die Folgen mühsam aufzufangen."