Bundeskanzlerin Merkel beendet Besuch in Georgien - Nächste Station Armenien

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wurde mit militärischen Ehren in der Regierungskanzlei von Mamuka Bachtadse, Ministerpräsident von Georgien, empfangen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wurde mit militärischen Ehren in der Regierungskanzlei von Mamuka Bachtadse, Ministerpräsident von Georgien, empfangen. © Foto: Kay Nietfeld
Tiflis/Moskau / dpa 24.08.2018

Bundeskanzlerin Angela Merkel beendet am Freitag ihren Besuch in Georgien und reist dann nach Armenien weiter. In Georgien wird sie an die „Verwaltungsgrenzlinie“ fahren, die das von Tiflis verwaltete Gebiet von dem der abtrünnigen Regionen Abchasien und Südossetien trennt. Merkel hatte am Donnerstag gesagt, sie habe schon nach dem georgisch-russischen Krieg im August 2008 den Abzug der russischen Truppen aus den abtrünnigen Gebieten gefordert. Sie werde Georgien weiter darin unterstützen.

Kreml kündigt Treffen an

Der Kreml kündigte zudem ein Treffen von Staatschef Wladimir Putin mit dem Präsidenten der abtrünnigen Regionen Abchasien und Südossetien am Freitag an. Thema des Arbeitsbesuchs in Moskau sei unter anderem die wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung der Gebiete, hieß es.

Moskau ist die militärische Schutzmacht der verarmten Gebiete und erkannte sie nach dem kurzen Krieg 2008 als unabhängig an. Seitdem unterstützt Russland die isolierten Regionen mit Finanzspritzen in Milliardenhöhe. Trotz eines unter EU-Vermittlung ausgehandelten Friedensabkommens sind noch immer russische Truppen in Abchasien und Südossetien stationiert. Völkerrechtlich werden die Regionen weiterhin als Teil Georgiens angesehen.

Nächste Stationen: Armenien und Aserbaidschan

In Armenien sind Gespräche von Merkel mit Präsident Armen Sarkissjan und dem neuen Ministerpräsidenten Nikol Paschinjan geplant. Letzte Station ihrer Reise ist am Samstag Aserbaidschan.

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