Staatsleistungen Mehr Geld für Kirchen – so reagiert das Netz

Ein Rekordwert von 538 Millionen Euro erhielten die großen Kirchen an Staatsleistungen der Bundesländer.
Ein Rekordwert von 538 Millionen Euro erhielten die großen Kirchen an Staatsleistungen der Bundesländer. © Foto: Marius Becker
Berlin / sk 05.06.2018
538 Millionen Euro an Staatsleistungen erhielten Kirchen in Deutschland – 14 Millionen mehr als 2017: die Netz-Reaktionen.

Einen Rekordwert von 538 Millionen Euro erhielten die großen Kirchen an Staatsleistungen der Bundesländer – mehr als 14 Millionen Euro als 2017. Auf Social-Media-Plattformen äußerten User ihre Kritik. Und diskutierten über die Rollen von Staat und Kirche.

Aufregung über Rekordwert – um was geht’s eigentlich?

Neben der Kirchensteuer finanziert sich die Kirche auch über dieses Geld der Bundesländer. Verwendet werden diese Einnahmen für kirchliche Dienste, wie Kindergärten oder Altenheime.

Über die Rekordwerte hatte die „Frankfurter Allgemein Zeitung“ (FAZ; Dienstag) berichtet. Die Erkenntnisse basieren auf einer Erhebung der Humanistischen Union. Die Rechnung des kirchenkritischen Verbandes zeigt, dass die Kirche seit 1949 insgesamt fast 17,9 Milliarden Euro Staatsleistungen erhalten hat. Laut der FAZ erhielten von den 538 Millionen Euro die evangelische Kirche rund 314 Millionen und die katholische Kirche etwa 224 Millionen Euro.

Der Verband „Humanistische Union“ äußerte sich auf Twitter zu der Berichterstattung der FAZ:

Auf Twitter stellte ein User den Zusammenhang zwischen Kirche und Staat in Frage. Seine Forderung: ein weltlicher Staat.

Auch ein Kritikpunkt: die Rechte von kirchlichen Einrichtungen im Staat.

Ein weiterer User möchte eine klare Trennung zwischen Staat und Kirche: