Hilfe aus Tel Aviv Israel rettet syrische Weißhelme aus Kampfgebiet

Ein Mitglied der syrischen Hilfsorganisation Weißhelme während einer Evakuierung eines Hauses in Damaskus. Foto: Anas ALkharboutli/Archiv
Ein Mitglied der syrischen Hilfsorganisation Weißhelme während einer Evakuierung eines Hauses in Damaskus. Foto: Anas ALkharboutli/Archiv © Foto: Anas ALkharboutli
Tel Aviv / DPA 22.07.2018

Israel hat in einem humanitären Schritt Mitglieder einer syrischen Zivilorganisation und deren Familien aus einem Kampfgebiet im Süden Syriens gerettet.

Die israelische Armee teilte am Sonntag mit, die Menschen seien in unmittelbarer Lebensgefahr gewesen. Ihre Rettung sei auf Anweisung der israelischen Regierung und auf Bitten der USA und mehrerer europäischer Länder erfolgt.

Einen Bericht der „Bild“-Zeitung, demzufolge es sich um 800 Mitglieder der syrischen Hilfsorganisation Weißhelme handelt, konnte eine israelische Armeesprecherin in Tel Aviv nicht bestätigen.

„Der Transfer der syrischen Flüchtlinge durch Israel ist eine außergewöhnliche humanitäre Geste“, hieß es in der Mitteilung der Armee. „Die Zivilisten sind in ein Nachbarland (Israels) gebracht worden.“

Die jordanische Nachrichtenagentur „Petra“ berichtete, es handele sich um 800 syrische Zivilisten. Jordanien habe ihre Durchreise genehmigt. Sie sollten binnen drei Monaten von Deutschland, Großbritannien und Kanada aufgenommen werden. Die Betroffenen hätten in der syrischen Zivilverteidigung gearbeitet und seien aus Gebieten geflohen, die syrische Regierungstruppen erobert hätten.

Regierungstruppen hatten im Juni im Süden Syriens eine Offensive begonnen und in den vergangenen Wochen bereits zahlreiche Orte übernommen. Viele Menschen flohen in das Gebiet nahe der israelischen Grenzlinie auf den besetzten Golanhöhen. Israel hat in den vergangenen Jahren Tausende verletzter Syrier ärztlich behandelt, ist aber nicht bereit zur Aufnahme von Flüchtlingen.

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