Paris / MIRIAM KAMMERER, STEFFEN WOLFF UND AGENTUREN Die Geiselnahmen in Frankreich sind beendet: Die Polizei hat sowohl in Dammartin als auch im Norden von Paris die Gebäude gestürmt und die Geiselnehmer getötet. Verfolgen Sie die Ereignisse im Liveticker...
+++18.30 Uhr+++
Zusammenfassung der letzten Stunden:
An beiden Tatorten, Dammartin und in einem jüdischen Lebensmittelgeschäft im Osten von Paris in Vincennes, rückten gegen 17.00 Uhr die Spezialeinheiten der Polizei vor. Kurz nach den Zugriffen hieß es, dass die beiden Hauptverdächtigen in Dammartin als auch ein Geiselnehmer in Ost-Paris tot sind. Bei dem getöteten Geiselnehmer im jüdischen Supermarkt in Paris soll es sich um den 32-jährigen Amedy Coulibaly handeln.
Um 20.00 Uhr will sich Frankreichs Präsident Hollande mit einer Rede an die Nation wenden


+++18.10 Uhr+++
Bei dem Polizeizugriff in einem jüdischen Supermarkt sind fünf Menschen getötet worden. Unter den Toten ist auch der Geiselnehmer, wie am Freitag aus Ermittlerkreisen verlautete. Bei dem Täter handelte es sich um  den Islamisten Amedy Coulibaly, der bereits am Donnerstag südlich von Paris eine Polizistin getötet haben soll und Verbindungen zu den mutmaßlichen „Charlie Hebdo“-Attentätern hatte.

+++18.00 Uhr+++
Bei der Erstürmung der Druckerei ist ein Mitglied der Spezialeinheiten verletzt worden. Das berichten französische Medien unter Berufung auf Informationen der Behörden.

+++17.34 Uhr+++
Im französischen Fernsehen waren vier Explosionen zu hören. Mindestens zehn Menschen sollen aus dem jüdischen Lebensmittelladen gerannt sein.
 
+++17.29 Uhr+++
Auch der Geiselnehmer in einem Geschäft für koschere Lebensmittel am Stadtrand von Paris ist tot. Das berichtet die Zeitung "Le Monde" unter Berufung auf die Gendarmerie.

+++17.25 Uhr+++
Französische Medien sprechen davon, dass "mehrere" Geiseln an der Porte de Vincennes das Gebäude verlassen konnten.

+++17.23 Uhr+++
Die französische Polizei hat auch bei einer Geiselnahme in einem jüdischen Supermarkt in Paris zugegriffen. Das sagten Ermittler am Freitagnachmittag, AFP-Journalisten hörten Explosionen am Tatort im Osten der französischen Hauptstadt. Ein Mann hatte dort am Mittag mehrere Geiseln genommen.

+++17.20 Uhr+++
Die beiden mutmaßlichen „Charlie Hebdo“-Attentäter sind bei dem Polizei-Einsatz nördlich von Paris getötet worden. Das verlautete am Freitag aus Ermittlerkreisen. Die Geisel der beiden mutmaßlichen Islamisten sei frei und unversehrt.

+++17.14 Uhr+++
Detonationen auch an der Porte de Vincennes. Augenzeugen berichten, dass die Polizei auch mit der Stürmung des jüdischen Supermarktes begonnen hat.

+++17.08 Uhr+++
Fernsehbilder zeigen Lichtblitze. Ein Helikopter nähert sich dem Gebäude und landet dort. Mehrere Minuten lang waren immer wieder Schusssalven zu hören.
 

+++17 Uhr+++
Über dem Ort der Geiselnahme im Nordosten von Paris sind Rauchwolken zu sehen. In einer Übertragung im französischen Fernsehen waren zudem Schüsse zu hören.

+++16.50 Uhr+++
Französische Medien berichteten, der Geiselnehmer habe beim Betreten des Laden gerufen: "Ihr wisst, wer ich bin."

+++16.45 Uhr+++
Die Attacke auf den Laden in Paris hat auch die Ängste der jüdischen Gemeinde in der Stadt erheblich verstärkt. "Es war noch nie so in Frankreich. Wir fühlen uns wie im Krieg, alle haben große Angst", sagte der 54-jährige Maurice. Er fügte hinzu: "Wir stellen uns auf eine ganze Serie von Anschlägen ein, auch auf jüdische Einrichtungen."

+++16.20 Uhr+++
Das Gesundheitsministerium rief am Mittag den "weißen Plan" aus: Alle Krankenhäuser im Großraum Paris und in der angrenzenden Region Picardie im Nordosten wurden in Alarmbereitschaft versetzt, um mögliche Verletzte sofort aufnehmen zu können. "Die Krankenwagen sind da, die Feuerwehren sind da, alle sind vor Ort", berichtete der Vize-Bürgermeister von Dammartin, Jean-Pierre Mateo. "Wir hoffen, dass wir sie nicht brauchen."

+++16.13 Uhr+++
In der Gemeinde Dammartin-en-Goële, in der sich die mutmaßlichen "Charlie Hebdo"-Attentäter verschanzt haben, ist die Polizei nach wie vor in höchster Alarmbereitschaft. "Wir haben Scharfschützen auf dem Dach des Lagers", berichtete Marcel Bayeul von der Schweizer Logistikfirma Kuehne Nagel, die wie die kleine Druckerei CTD in dem Gewerbegebiet angesiedelt ist. "Das läuft beim Drucker gegenüber, unsere Angestellten werden hier drinnen von Polizeiketten geschützt." Draußen waren alle Zufahrtsstraßen zu dem Dorf und das Gewerbegebiet komplett abgeriegelt. Gruppen von Elite-Polizisten mit Sturmhauben, Gewehren und schutzsicheren Westen waren überall postiert.

+++15.55 Uhr+++
Auch in Deutschland ist die Betroffenheit angesichts der Ereignisse von Paris groß. SPD-Chef Sigmar Gabriel hat zu einer Kundgebung gegen den Terror aufgerufen. Damit soll auch ein Zeichen gegen die Anti-Islam Bewegung Pegida und die rechtskonservative AfD gesetzt werden. Grüne, Linke und FDP begrüßten die Initiative.

+++15.15 Uhr+++
Die französische Zeitung "Le monde" hat die mögliche Verbindung zwischen den Attentätern grafisch aufgearbeitet.

+++15 Uhr+++
Die Geiselnahme im Osten von Paris hat weite Teile des sonst belebten Stadtteils lahmgelegt. Schüler in dem Gebiet mussten in den Gebäuden bleiben. "Die ganze Schule ist in Panik", berichtete der Schüler einer der betroffenen Einrichtungen. Nun werde der dafür vorgesehene Alarmplan umgesetzt. "Im Augenblick müssen wir alle in unseren Klassen bleiben", schilderte der 14-Jährige. Dort sollen sie die weitere Entwicklung abwarten.

+++14.50 Uhr+++
Die französische Polizei hat einen Fahndungsaufruf veröffentlicht. Ein Mann und eine Frau werden im Zusammenhang mit den tödlichen Schüssen auf eine Polizistin im Süden von Paris gesucht. Der Mann könnte zugleich auch der Geiselnehmer im jüdischen Supermarkt in Porte de Vincennes sein.
 +++14.40 Uhr+++
Die Ereignisse in Paris überschlagen sich. Hier eine Zusammenfassung der Ereignisse der vergangenen Tage im Überblick:

Mittwoch, 7. Januar:
Zwei mit Kalaschnikows bewaffnete und vermummte Täter stürmen gegen 11.30 Uhr das Gebäude im Herzen von Paris, in dem sich die Redaktionsräume von "Charlie Hebdo" befinden. Insgesamt erschießen sie elf Menschen.

Die Angreifer steigen in einen schwarzen Citroën und liefern sich einen Schusswechsel mit Polizisten in einem Streifenwagen. Ein bereits am Boden liegender, verletzter Polizist wird von einem der Angreifer kaltblütig erschossen.

Frankreich erhöht den Terroralarm für Paris und den Norden des Landes auf die höchste Stufe.

Anti-Terror-Einheiten nehmen aufgrund von Fahndungshinweisen - unter anderem einem im ersten Fluchtauto gefundenen Personalausweis - Razzien in den nordwestlich von Paris gelegenen Städten Reims und Charleville-Mézières vor.

 Die Polizei gibt bekannt, dass drei Männer gesucht werden, unter ihnen zwei 32 und 34 Jahre alte Brüder: Chérif und Said Kouachi. Ein dritter Verdächtiger, der 18 Jahre alte Schwager eines der Brüder, stellt sich am Abend der Polizei.

Donnerstag, 8. Januar:

In Montrouge südlich von Paris wird am Morgen eine junge Polizistin von einem Mann erschossen. Zunächst ist nicht bekannt, ob es einen Zusammenhang mit dem Anschlag auf „Charlie Hebdo“ gibt.

Die mutmaßlichen Attentäter überfallen im Departement Aisne nördlich von Paris eine Tankstelle, deren Besitzer alarmiert die Polizei.

Die Polizei teilt mit, dass in dem nach dem Anschlag verwendeten Fluchtwagen ein Dutzend Molotow-Cocktails und zwei Dschihadisten-Flaggen gefunden wurden.

Tausende von Sicherheitskräften sind im Einsatz, viele von ihnen durchkämmen die Gegend um die Tankstelle, wo die mutmaßlichen Täter zuletzt gesehen wurden.

Ein Vertreter der USA gibt bekannt, die beiden Kouachi-Brüder stünden „seit Jahren“ auf der Liste von Terrorverdächtigen des US-Geheimdienstes; Said habe einige Monate ein Trainingslager der Extremistenorganisation Al-Kaida im Jemen durchlaufen.

Freitag, 9. Januar:

Bei der Jagd nach den beiden Brüdern fallen am Morgen nördlich von Paris auf der Nationalstraße 2 Schüsse.

Zwei Männer zwingen eine Frau, ihnen ihr Auto zu überlassen. Laut Polizeiangaben erkannte die Frau Chérif und Said Kouachi.

Die beiden Brüder verschanzen sich in einem Industriegebiet nahe des Flughafens Charles de Gaulle nördlich von Paris mit einer Geisel. Zahlreiche Sicherheitskräfte gehen vor Ort in Stellung.

Die Polizei teilt mit, es gebe eine "Verbindung" zwischen der Tötung der Polizistin in Montrouge am Donnerstag und dem Anschlag auf "Charlie Hebdo" am Tag zuvor.

Im Osten von Paris nimmt am frühen Nachmittag ein bewaffneter Mann in einem Lebensmittelgeschäft für koschere Produkte fünf Geiseln. Ermittlern zufolge handelt es sich offenbar um den Mann, der in Montrouge die Polizistin erschossen haben soll. Es  gibt zwei Tote.


+++14.38 Uhr+++
Rund um Porte de Vincennes ist der öffentliche Nahverkehr aus Sicherheitsgründen unterbrochen worden.
+++14.24 Uhr+++
Bei der Schießerei und Geiselnahme am östlichen Stadtrand von Paris sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Das berichteten mehrere französische Medien.

+++13.58 Uhr+++
Die Polizei gehe davon aus, dass sich die gesuchten Brüder Chérif (32) und Said Kouachi (34), die die Redaktion überfallen haben sollen, den anderen Täter kennen, berichtete die Zeitschrift „Le Point“. Sie gehörten alle zu einer Gruppe von Dschihadisten.

+++13.52 Uhr+++
Laut französischen Medien handelt sich bei dem Täter tatsächlich um den Mann, der am Donnerstag eine Polizistin erschossen hatte. Außerdem soll er Verbindungen zu den "Charlie Hebdo"-Attentätern haben.
 

+++13.50 Uhr+++
Ein Augenzeuge berichtet von mehreren Schüssen an der Porte de Vincennes. Frauen und Kinder, die sich in dem jüdischen Geschäft aufhielten, wurden von dem Täter als Geiseln genommen. +++13.30 Uhr+++
Weitere Geiselnahme: Im Osten von Paris hat ein bewaffneter Mann am Freitag in einem Lebensmittelladen für koschere Produkte mindestens eine Geisel genommen. Der Täter könnte der Mann sein, der am Donnerstag südlich von Paris eine Polizistin erschossen hatte, hieß es aus Ermittlerkreisen. Es kam demnach an der Porte de Vincennes auch zu einer Schießerei.
+++13.25 Uhr+++
Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bezeichnete den Anschlag auf "Charlie Hebdo" als Start einer größeren Terrorkampagne mit weiteren Angriffen in Europa und den USA. "Wir haben mit der Operation in Frankreich begonnen, für die wir die Verantwortung übernehmen", sagte der IS-Prediger Abu Saad al-Ansari nach Angaben von Anwesenden beim Freitagsgebet in einer Moschee der nordirakischen Stadt Mossul. "Morgen werden es Großbritannien, die USA und andere sein."

+++13.11 Uhr+++
 Der Radiosender France Info sprach am Freitag mit einem Geschäftsmann, der behauptete, er habe einem der verdächtigen Männer in der Druckerei die Hand geschüttelt, weil er dachte, es handele sich um ein Mitglied der Sondereinheit der Polizei. Der Geschäftsmann sagte, er habe den Chef der Druckerei treffen wollen. Bei seiner Ankunft seien der Druckereichef und ein schwarzgekleideter und schwerbewaffneter Mann ihm entgegen gekommen. "Wir schüttelten uns die Hand und mein Kunde riet mir wieder zu gehen." Der andere Mann habe zu ihm gesagt: „Gehen Sie, wir töten keine Zivilisten.“

+++13.05 Uhr+++
Die Weltpresse hat sich in Dammartin versammelt. So viele Journalisten hat der kleine 8000-Einwohner Ort wohl noch nicht gesehen.
+++13.00 Uhr+++
In der Nähe der Druckerei befinden sich auch eine Ober- und Grundschule. Thierry Chevalier, stellvertretender Bürgermeister und zuständig für die Ortschaft Dammatin, ruft die Eltern der Gemeinde auf, ihre Kinder nicht von der Schule abzuholen. Das berichtet die Tageszeitung "Le Parisien". Die Stadt habe Schulbusse organisiert, um alle zum Gymnasium der Gemeinde zu bringen, hier können die Kinder dann von ihren Familienangehörigen abgeholt werden.
 
+++12.45 Uhr+++
Als Reaktion auf den Terroranschlag von Paris werden in Mannheim am Samstag um 14 Uhr mehrere Hundert Menschen zu einem interreligiösen Friedensgebet erwartet. Christen, Juden und Muslime wollen gemeinsam gegen Extremismus und Gewalt ein Zeichen setzen. Dazu einladen will das Mannheimer "Forum der Religionen".

+++12.30 Uhr+++
Zwischen dem Anschlag auf die französische Satire-Zeitung "Charlie Hebdo" in Paris und den tödlichen Schüssen auf eine Polizistin nahe der französischen Hauptstadt gibt es einen Zusammenhang. Es gebe eine "Verbindung" zwischen den mutmaßlichen Tätern der beiden Angriffe, sagten Polizeivertreter am Freitag. Einen Tag nach dem Attentat auf "Charlie Hebdo" mit zwölf Toten am Mittwoch war in Montrouge südlich von Paris am Donnerstag eine Polizistin erschossen worden.

+++12.25 Uhr+++
Auf Twitter werden sekündlich tausendfach neue Tweets unter #JeSuisCharlie veröffentlicht. Eine interaktive Karte zeigt, die aktuell veröffentlichten Tweets.
 
+++12.20 Uhr+++
Eine Zusammenfassung der Ereignisse des heutigen Tages:
Die Jagd nach den mutmaßlichen „Charlie Hebdo“-Attentätern hat sich dramatisch zugespitzt: Nach einer Verfolgungsjagd und einem Schusswechsel verschanzten sich die beiden Männer am Freitagvormittag mit einer Geisel in einer  Druckerei in der Nähe des Pariser Flughafens Charles de Gaulle. Zurzeit läuft ein Großeinsatz der Polizei, um die mutmaßlichen Dschihadisten zu „neutralisieren“, wie Frankreichs Innenminister Bernard  Cazeneuve sagte.

Die Polizei riegelte die Druckerei im Gewerbegebiet der Gemeinde Dammartin-en-Goële weiträumig ab. Elite-Einheiten der Sicherheitskräfte sind im Einsatz, Scharfschützen beziehen Position auf den Dächern.

Nach den zwei Hauptverdächtigen des blutigen Anschlags mit zwölf Toten auf die Satire-Zeitung „Charlie Hebdo“ am Mittwoch - dem 32-jährigen Chérif Kouachi und seinem 34-jähriger Bruder Said - war zuletzt in einer Region rund eine halbe Autostunde von der Geiselnahme entfernt gesucht worden. Dort stahlen die beiden Verdächtigen laut Polizeikreisen einer Frau ihren Peugeot 206.

Die Polizei konnte den Wagen ausfindig machen, es kam zu einem Schusswechsel und einer Verfolgungsjagd auf der Nationalstraße 2, wie es aus Ermittlerkreisen hieß. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gab es dabei weder Verletzte noch Tote. Die beiden mutmaßlichen Dschihadisten sind offenbar mit Kalaschnikows und einem Raketenwerfer bewaffnet.

+++12 Uhr+++
Terrordrohungen gegen Einrichtungen im Land seien nicht neu, fügte Hollande an. „Wir wussten, dass jederzeit etwas geschehen konnte“. In der vergangenen Monaten seien mehrere Attentatspläne durchkreuzt worden.

+++11.58 Uhr+++
Frankreichs Staatspräsident François Hollande hat zwei Tage nach dem Anschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ betont, dass jetzt alles zum Schutz der Franzosen getan werden müsse. Die nach dem Attentat mit zwölf Toten erhöhte Sicherheitsstufe im Großraum Paris und in Teilen Nordfrankreichs diene auch dazu, beruhigend zu wirken, sagte Hollande am Freitag im Innenministerium von Paris.

+++11.50 Uhr+++
ARD-Korrespondent Mathias Werth ist in der Nähe von Dammartin-en-Goele. Er berichtet aus einem Gespräch mit der Polizei, dass sich die Geiselnehmer in den Verhandlungen offenbar nicht kooperativ zeigen. Sie sollen gesagt haben, dass sie den "Märtyrer-Tod" sterben wollen. Die Pressevertreter seien aufgefordert worden, das Gebiet zu verlassen.

+++11.42 Uhr+++
Zwei Flugzeuge der französischen Gesellschaft Air France mussten offenbar ihre Landung abbrechen und durchstarten, weil Polizeihubschrauber tief in dem Gebiet flogen. „Es könnte weitere Landungsabbrüche geben“, sagte ein Sprecher des Flughafens. In Flughafenkreisen hieß es, einige Flugzeuge hätten schon am Donnerstag wegen der Polizeieinsätze in der Gegend durchstarten müssen.

+++11.40 Uhr+++
Eine Augenzeugin berichtet, dass gegen 9 Uhr die Einsatzkräfte in Dammartin-en-Goële eingetroffen seien. Die Bewohner seien von der Polizei aufgefordert worden, ihre Häuser nicht zu verlassen. Außerdem sollte sie die Fensterläden schließen und das Licht in der Wohnung löschen.
+++11.20 Uhr+++
Der französische Regierungschef Manuel Valls: „Wir sind in einem Krieg gegen den Terrorismus“

+++11.15 Uhr+++
Nach der Geiselnahme im Nordosten von Paris hat der Flughafen Paris Charles de Gaulle die beiden Bahnen im Norden für Landungen gesperrt. Die landenden Flugzeugen werden auf die zwei Start- und Landebahnen im Süden des Flughafens verlagert. Im Norden könne weiter gestartet werden, sagte ein Sprecher des Flughafens am Freitag.
 
+++11.10 Uhr+++
Nach der tödlichen Attacke auf eine Polizistin südlich von Paris einen Tag nach dem "Charlie Hebdo"-Anschlag ist der mutmaßliche Täter identifiziert. Zwei Menschen aus dem „sehr nahen Umfeld“ des Verdächtigen seien bereits festgenommen worden, verlautete am Freitag aus französischen Ermittlerkreisen.
  +++11.07 Uhr+++
Die ganze Nacht über hatte die Polizei versucht, den Attentätern auf die Spur zu kommen. Am Freitagmorgen war die Suche dann offenbar erfolgreich.

+++11.05 Uhr+++
Laut Berichten versucht die Polizei derzeit, mit den Attentätern zu verhandlen.

+++11.03 Uhr+++
Der Ort ist weiträumig abgesperrt. Alle umliegenden Krankenhäuser wurden angewiesen, sich bereit zu halten.

+++11 Uhr+++
Die Einwohner von Dammartin-en-Goële werden angehalten, ihre Häuser nicht zu verlassen. Eine Schule im Ort steht unter besonderem Polizeischutz. Die Schüler sollen das Gebäude nicht verlassen.

+++10.55 Uhr+++
Eine Geisel ist nach Medienberichten in der Hand der beiden mutmaßlichen Attentäter.

+++10.50 Uhr+++
Bei den Geiselnehmern in einer Druckerei nordöstlich von Paris handelt es sich nach den Worten von Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve um die mutmaßlichen Attentäter, die am Mittwoch den blutigen Anschlag auf die Satire-Zeitung „Charlie Hebdo“ verübt haben sollen. „Es läuft ein Einsatz, um die Verantwortlichen des feigen Attentats vor zwei Tagen zu neutralisieren“, sagte Cazeneuve am Freitag in Paris.

+++10.45 Uhr+++
Das Industriegebiet, in dem sich die Täter verschanzt haben, liegt in der Nähe des Pariser Flughafens Charles de Gaulle. Um den Luftraum freizuhalten, lässt die Polizei Flugzeuge umleiten.

+++10.35 Uhr+++
Über dem Einsatzgebiet kreisen fünf Polizeihubschrauber. Laut Augenzeugen vor Ort ist die Situation äußerst angespannt.

+++10.30 Uhr+++
Ein Großaufgebot der Polizei ist vor Ort. Die Beamten sind schwer bewaffnet - was offenbar auf einen zeitnahnen Zugriff hinweist.

+++10.25 Uhr+++
Die Täter haben offenbar in einer Druckerei mehrere Geiseln genommen. Zunächst war von mehreren Toten berichtet worden. Dies wurde inzwischen von offizieller Seite wieder dementiert.
+++10 Uhr+++
Bei der Jagd nach den beiden mutmaßlichen Attentätern, die für den Anschlag auf die Satire-Zeitung „Charlie Hebdo“ verantwortlich sein sollen, sind am Freitag nordöstlich von Paris in einem Unternehmen Geiseln genommen worden. Die Geiselnahme in der Gemeinde Dammartin-en-Goële im Département Seine-et-Marne sei noch im Gange, heiß es aus Ermittlerkreisen. Zuvor hatte es Schüsse in der Nähe des Ortes und eine Verfolgungsjagd gegeben. Wieviele Menschen als Geiseln genommen wurden, war zunächst unklar. 

Die Polizei sucht mit einem Großeinsatz nach den verdächtigen Brüder Chérif (32) und Said Kouachi (34). Sie sollen den Ermittlungen zufolge am Mittwoch schwarz vermummt die Redaktion des Magazins mitten in der Hauptstadt gestürmt und mit Maschinenpistolen um sich geschossen haben.

Unter den zwölf Todesopfern waren acht Journalisten von "Charlie Hebdo" und ein weiterer Kollege, der unter anderem für den Radiosender France Inter arbeitete. "Charlie Hebdo" war mehrfach wegen Mohammed-Karikaturen angefeindet worden.

Die Regierung hatte landesweit 88.000 Einsatzkräfte mobilisiert, um die mit Kalaschnikow und Panzerfaust bewaffneten Attentäter zu fassen und weitere Terrorakte zu verhindern. Für Freitagmorgen (8.30 Uhr) hat Präsident François Hollande sein Krisenkabinett erneut zu einer Sondersitzung einberufen.