Die Grünen im Landtag von Baden-Württemberg setzen wegen der gescheiterten Bildungsplattform „Ella“ Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) unter Druck. „Die Entscheidung, dass es mit ,Ella’ nicht weitergeht, ist vor sechs Monaten gefallen. Wir hätten erwartet, dass diese Zeit intensiv genutzt wird, um einen schlüssigen Plan für die weitere Projektstruktur vorzulegen. Das ist offensichtlich nicht der Fall“, sagte die bildungspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Sandra Boser, der SÜDWEST PRESSE.

Angekündigter Neustart bleibt aus

Eisenmann hatte das Projekt „Ella“ im Herbst gestoppt, die Zusammenarbeit mit dem Entwickler-Unternehmen Iteos beendet und einen Neustart angekündigt. Der ist bisher nicht erfolgt.

Eisenmann: Mehrere Optionen im Gespräch

In einem Brief, der der Zeitung vorliegt, schreibt Eisenmann, es würden „mehrere Optionen zur Umsetzung einer digitalen Bildungsplattform diskutiert, ohne dass schon eine abschließende Entscheidung getroffen wurde“.

neue Stabsstelle geschaffen

Auf der organisatorischen Ebene zeichne sich ab, „dass das Kultusministerium dabei weiter mit der BITBW zusammenarbeiten wird. Wie allerdings die genauen Modalitäten der Zusammenarbeit mit BITBW sowie die künftige Projektstruktur aussehen werden, ist noch nicht abschließend entschieden“, zitiert das Blatt aus dem Schreiben. Eisenmann verwies darin zudem auf eine neue Stabsstelle in ihrem Ressort.

Boser forderte Eisenmann auf, „gezielt Anbieter von Open Source-Lösungen“ in ihre Überlegungen einzubeziehen. Außerdem solle die Ministerin einen Beteiligungsprozess mit Schulen, Schulträgern und Verwaltung aufzusetzen.

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