Die Stadt Köln hat in der Corona-Pandemie die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten.
Das nordrhein-westfälische Landeszentrum Gesundheit gab den Wert am Samstag für die Millionenstadt mit 54,8 an. Am Montag lag er bei bereits 66,3. Die Kölner Stadtverwaltung hatte das Überschreiten der Schwelle erwartet und deshalb von diesem Samstag an bereits zahlreiche Einschränkungen für das öffentliche Leben angeordnet.

Diese Einschränkungen gibt es in Köln

  • Auf Straßen und Plätzen darf abends ab 22.00 Uhr kein Alkohol mehr konsumiert werden.
  • An den Wochenenden gilt an Party-Hotspots ein Verkaufsverbot für Alkohol.
  • Es dürfen sich nur noch bis zu fünf Personen aus verschiedenen Haushalten in der Öffentlichkeit treffen - bisher waren es zehn.
  • In Fußgängerzonen müssen die Menschen Masken tragen. Eine Sperrstunde wie in Berlin werde zunächst aber nicht eingeführt, hatte Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) am Freitag betont.
  • Die Personenzahl bei Feiern ist beschränkt: Bei privaten Feiern in angemieteten Räumen sind künftig höchstens 25 Personen erlaubt. „Von Feiern in der eigenen Wohnung raten wir dringend ab“, hatte Reker gesagt. Mehr als zehn Personen sollten dort nicht zusammenkommen.

Die aktuellen Zahlen für Köln

  • Infektionen: 6.065
  • Genesene: 4.100
  • Todesfälle: 127
  • Aktive Fälle: 1.900
In Köln war die 50er-Marke bei den Neuansteckungen nach Angaben des Landeszentrums Gesundheit im März und April schon zweimal überschritten worden - damals wurde diesem Indikator aber noch keine so große Bedeutung beigemessen.