Einmal Rimini mit Fortbildung in Geschichte, Kunsterziehung und Ethik inklusive? Zwar gibt es hin und wieder auch solche Angebote, aber Pädagogen sind davon  nicht begeistert. Denn zu offensichtlich am Spaß orientiert ist eine Fahrt beispielsweise in den italienischen Badeort an der Adria, als dass Schüler dabei tatsächlich ihre Bildung vertiefen könnten. Und das sollte bei Klassenfahrten neben dem Gemeinschaftserlebnis im Vordergrund stehen.

Ausland

Auslandsfahrten werden dennoch immer wichtiger in den Katalogen der diversen Anbieter von Kinder- und Jugendreisen. Besonders gefragt sind dabei Städtetrips – zum Beispiel in europäische Hauptstädte wie Rom, London oder Prag. Ebenfalls begehrt sind Plätze bei Klassenfahrten mit sportlichem Hintergrund wie Skicamps in den österreichischen Alpen oder Kanuwandern in der französischen Provence. Auch wenn die Finanzierung solcher Reisen nie ganz einfach ist – der Trend geht hin zum Pauschalangebot, gern auch im Ausland, und weg vom selbstorganisierten Aufenthalt in der Jugendherberge.

Pauschalreisen

Beim Bundesforum Kinder- und Jugendreisen heißt es: „Die meisten Schulleitungen buchen heute Komplettangebote.“ Neben der einfacheren Organisation bieten Pauschaltrips einen weiteren großen Vorteil: Sie minimieren das Haftungsrisiko für die Schule – und übertragen es auf die Veranstalter.

Schullandheim

Was ist mit Fahrten ins Schullandheim, bei denen es abends Brotstullen und Hagebuttentee gibt und anschließend Übernachtung in Doppelstockbetten? Die gibt es ebenfalls noch. Manche Lehrer bevorzugen sogar solche Angebote – weil sie natürlich preisgünstiger sind als zum Beispiel All-inclusive-Angebote in der Türkei und dennoch alles bieten, damit eine Klasse abseits von Schul- und Notenstress als Gemeinschaft interessante und erholsame Tage verbringen kann.

Individuelle Lösung

Einen eigenen Weg geht bei Schulfahrten das Saarland. Ein Erlass aus dem Jahr 2016 sieht vor, dass zum Beispiel in den Klassenstufen drei bis sechs „Fahrten nur innerhalb des Saarlandes sowie dem grenznahen Bereich von Rheinland-Pfalz, Frankreich und Luxemburg zulässig“ sind. Der Grund: Die Landesregierung will damit vermeiden, dass ärmere Familien für aufwendige Reisen bezahlen müssen. Die Kosten sind zudem gedeckelt: Pro Jahr werden von den Eltern höchstens 120 Euro pro Kind verlangt.

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