Bundespräsident Keine Einigung auf Gauck-Nachfolger

Berlin / dpa 07.11.2016

Die Parteichefs der großen Koalition haben die Suche nach einem gemeinsamen Kandidaten für das Bundespräsidentenamt vertagt. Es gebe keine Verständigung, die Gespräche würden aber fortgesetzt, hieß es am Sonntag nach einem Spitzentreffen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), SPD-Chef Sigmar Gabriel (SPD) und dem CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer aus Teilnehmerkreisen. Laut Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) soll das Treffen am kommenden Wochenende fortgesetzt werden. Gabriel sagte dem RND: „Eine Einigung ist weiterhin nicht ausgeschlossen.“ Der SPD-Chef verließ das Treffen im Kanzleramt nach 90 Minuten. 30 Minuten später war auch das Gespräch von Merkel und Seehofer beendet.

Gabriel hatte sich für Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) als Nachfolger für Bundespräsident Joachim Gauck stark gemacht. Nach Informationen der „Bild am Sonntag“ wollten Merkel und Seehofer eine Kandidatur Steinmeiers nicht unterstützen. SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann sagte der Zeitung: „Unsere Haltung bleibt klar: Als Bundespräsident kommt nur eine exzellente Persönlichkeit infrage. Frank-Walter Steinmeier ist dafür ein guter Maßstab.“ dpa

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