Zudem werde der 52-Jährige umgehend freigelassen, erklärte am gestrigen Montag ein Sprecher der Berliner Generalstaatsanwaltschaft. Zur Begründung führte er rechtliche und politische Bedenken an. Mansur gehört zu den bekanntesten Fernsehjournalisten der arabischen Welt. Er war am Samstag am Flughafen Berlin-Tegel festgenommen worden, als er nach Katar fliegen wollte. Die ägyptische Justiz wirft ihm vor, im Frühjahr 2011 an der Folter eines Anwalts in Kairo beteiligt gewesen zu sein.

Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes verwies darauf, dass es mit Blick auf die Rechtsstaatlichkeit, die Pressefreiheit oder die Verhängung der Todesstrafe in Ägypten wiederholt klare Worte seitens der Bundesregierung gegeben habe. All diese Punkte würden auch angemessen bewertet, wenn es um eine Auslieferung Mansurs nach Ägypten gehe, hieß es.

Journalistenverbände hatten gefordert, den 52-jährigen Mansur auf keinen Fall auszuliefern. Es sei fraglich, ob das Verfahren gegen ihn in Ägypten nach rechtsstaatlichen Regeln zustande gekommen sei, sagte der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbands, Michael Konken.