Jakarta IS-Gruppierung verübt Anschlag in Indonesien

Jakarta / DPA 15.01.2016
Bei einem Anschlag im belebten Geschäfts- und Büroviertel der indonesischen Hauptstadt Jakarta sind sieben Menschen ums Leben gekommen. Fünf Terroristen überfielen im Namen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) unter anderem ein Café und eine kleine Polizeistation.

Bei einem Anschlag im belebten Geschäfts- und Büroviertel der indonesischen Hauptstadt Jakarta sind sieben Menschen ums Leben gekommen. Fünf Terroristen überfielen im Namen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) unter anderem ein Café und eine kleine Polizeistation. Zwei von ihnen sprengten sich nach Angaben der Polizei in die Luft und rissen zwei Passanten mit in den Tod. Drei weitere kamen anschließend im Kugelhagel der Sicherheitskräfte ums Leben. Mehr als 15 Menschen wurden verletzt, darunter nach Angaben des Auswärtigen Amtes auch ein Deutscher.

Das in Südostasien gelegene Indonesien ist das bevölkerungsreichste muslimische Land der Welt. Einheimische Islamisten verübten dort nach der Jahrhundertwende mehrere blutige Anschläge. Präsident Joko Widodo rief die Bevölkerung zur Ruhe auf. "Wir werden uns nicht von diesen Terroranschlägen in die Knie zwingen lassen", sagte er im Fernsehen.

Der Ort der Attacken vom Donnerstag liegt in einem gut bewachten Stadtteil mit Bürohochhäusern, Botschaften und dem Präsidentenpalast. Die Terroristen seien erschossen worden, als sie Bomben werfen wollten, sagte Polizeisprecher Mohammad Iqbal. Der IS übernahm die Verantwortung für den Anschlag.

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