Die Wahlbeteiligung in Deutschland liegt Hochrechnungen von 20 Uhr zufolge bei 61,5 bis 62 Prozent. Das wäre der höchste Wert bei einer Europawahl seit der Wiedervereinigung. 1994 hatten genau 60 Prozent der Wahlberechtigten abgestimmt - seitdem sank der Wert stetig. Die bislang höchste Beteiligung bei einer EU-Wahl gab es 1979 mit 65,7 Prozent - damals aber nur in Westdeutschland.

Vor dem Wahllokal im Ulmer Kepler Gymnasium hatte sich am Sonntag ein Menschenauflauf gebildet. Rumänische Wähler waren sauer über die langen Wartezeiten zur Abstimmung für das Referendum in ihrem Land.

Proteste vor dem Wahllokal

In Sprechchören hatten die Wartenden bereits am frühen Nachmittag ihren Unmut geäußert, dass es nicht vorangeht im Wahllokal und die rumänische Flagge hoch gehalten. Die Ursache: „Wir sind alles rumänische Staatsbürger und wir sind zur Europawahl gekommen und vor allem wegen des Referendums unseres Präsidenten“, sagt ein 30-jähriger Rumäne, der seinen Namen nicht nennen möchte. „Denen ist das Papier ausgegangen, und sie wollen einen Stempel, die wollen uns nicht wählen lassen und die Wahlkabinen sind kaputt“, schimpft ein anderer.

In der gesamten EU soll die Wahlbeteiligung zwischen 49 und 52 Prozent liegen. Die letzten Wahllokale schließen um 23 Uhr in Italien.

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