HINTERGRUND: Sechs bemannte Expeditionen

DPA 27.08.2012
Seit der ersten Landung 1969 betraten insgesamt zwölf Menschen den Mond. Einige fuhren mit einem Auto herum, ein Astronaut spielte sogar Golf.

Der Mond, nächster Nachbar der Erde im Weltraum, wirkt trostlos und ist lebensfeindlich. Es gibt keine Luft zum Atmen und die Temperaturen schwanken enorm - von minus 160 Grad im Schatten bis 130 Grad Celsius in der Sonne. Die Anziehungskraft macht nur ein Sechstel der Schwerkraft auf der Erde aus. Die Oberfläche ist eine Mischung aus von Kratern bedeckten Hochebenen und dunkleren, glatteren Tiefebenen. Insgesamt sind sechs bemannte amerikanische Apollo-Expeditionen auf dem Erdtrabanten gelandet:

20. Juli 1969: Die Mondfähre Eagle setzt im "Mare Tranquilitatis" auf. Am 21. Juli 1969 um 2.56 Uhr (MEZ) betritt Neil Armstrong den Mond, Edwin Aldrin folgt ihm.

19. November 1969: Nur vier Monate später landet Apollo 12 im Oceanus Procellarum. Charles Conrad und Alan Bean betreten die Mondoberfläche.

5. Februar 1971: Apollo 14 setzt am Landeplatz Fra Mauro auf. Alan

Shepard und Edgar Mitchell steigen aus, Shepard spielt Golf auf dem Mond.

30. Juli 1971: An Bord von Apollo 15 landet erstmals ein Mondauto auf dem Erdtrabanten. David Scott und James Irvin erkunden damit die Umgebung der Landestelle in den Hadley-Apenninen und sammeln fast 80 Kilogramm Gesteinsproben.

21. April 1972: Auf der Descartes-Hochebene setzt Apollo 16 auf. John Young und Charles Duke untersuchen erstmals eine lunare Hochebene und fahren knapp 27 Kilometer mit dem Mondauto.

11. Dezember 1972: Als bislang letztes bemanntes Raumschiff landet Apollo 17 auf dem Mond. Eugene Cernan und Harrison Schmitt erkunden mit dem Mondauto die Taurus-Littrow-Region. Die Kamera des Mondautos filmt den Rückstart von Apollo 17 zur Erde.

Die Apollo-13-Mission scheiterte im April 1970. Nach einer schweren Explosion an Bord kehrt die Mannschaft nach einer Mondschleife sofort zur Erde zurück.