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US-Präsident Donald Trump kündigt den Ausbau der Atomwaffen an. Sein Chefstratege Bannon wird grundsätzliche: Er wolle den Staat abbauen und Grenzen sichern.

US-Präsident Donald Trump hat mit der Forderung nach einem Ausbau des Atomwaffenarsenals Kritik auf sich gezogen. Abrüstungsbefürworter warfen dem Republikaner vor, die Fakten zu ignorieren. Jeder Staatschef auf der Welt außer Trump wisse, dass die USA schon jetzt führend auf dem Gebiet seien, erklärte John Tierney vom „Center for Arms Control and Non-Proliferation“.

Trump hatte in einem Interview mit der Agentur Reuters angekündigt, im „Rudel“ der Atommächte stets die Nummer eins sein zu wollen. Bei einer Rede vor Konservativen betonte Trump am Freitag auch sonst seine Vision von „America first“. „Ich repräsentiere die Vereinigten Staaten, nicht den Erdball“, sagte Trump. Er kündigte an, aus multinationalen Handelsabkommen auszusteigen, die US-Industrie zu stärken und die Ausgaben für die Rüstung zu erhöhen.

Die Bundesregierung drängte die USA und Russland zu direkten Abrüstungsgesprächen. „Es ist unser Wunsch und unser Appell an die beiden großen Atommächte, dass sie hier den Dialog miteinander fortsetzen, am besten nicht nur per Twitter oder per Interview“, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts.

Der Chefstratege im Weißen Haus, Stephen Bannon, sieht im radikalen Rückbau des Staates eines der obersten Ziele der US-Regierung. Gemeint ist damit das Prinzip von „weniger Staat“ und weniger Regulierungen. Priorität hätten außerdem die Bereiche Einwanderung und nationale Sicherheit sowie Handel, sagte Bannon. Ein Zurückschneiden des Staates aber sei das Wichtigste. Bannon, der als Architekt der Trump‘schen Politik gilt, ist der Ansicht, dass das System aus Steuern, Regulierungen und internationalen Abkommen das Wachstum behindert und die persönliche Souveränität verletzt. US-Präsident Donald Trump hat mit einem Dekret verfügt, dass für jede neue Regulierung zwei alte gestrichen werden müssen.

Den Rückzug der USA aus dem transpazifischen Handelsabkommen TPP bezeichnete Bannon als eine der ersten Maßnahmen des „ökonomischen Nationalismus“.