Kommentar Hajo Zenker zu Betriebsklima und Krankenstand Gute Chefs, gesunde Mitarbeiter

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Hajo Zenker Autorenfoto © Foto: MOZ Gerd Markert
Berlin / Hajo Zenker 05.09.2018

Wer Spaß an seinem Job hat, wird seltener krank. So wirklich überraschen kann diese Erkenntnis des AOK-Reports zwar nicht. Bemerkenswert aber ist schon, wie eindeutig die Prioritäten bei der Beurteilung des eigenen Arbeitsplatzes sind. Fast jeder wünscht sich ein gutes Arbeitsklima, nette Kollegen, Wertschätzung durch den Chef. Und das ist viel wichtiger als Geld. Dies war so nicht unbedingt zu erwarten. Deutlich sind auch die Zahlen, wo das Arbeitsumfeld nicht stimmt: Wer sich unwohl fühlt, ist doppelt so lange krank wie ein zufriedener Mitarbeiter.

Was lehrt uns das? In Zeiten des Fachkräftemangels muss man die eigenen Mitarbeiter pflegen. Und hat zudem mit gutem Arbeitsklima, positivem Image, Vereinbarkeit von Familie und Beruf bessere Chancen, freie Stellen zu besetzen. Das aber ist längst noch nicht bei jedem Vorgesetzten angekommen. Aber natürlich hängt nicht alles nur vom Chef ab. Wer als Beschäftigter meint, permanent Arbeitskollegen madig machen zu müssen, der sorgt nicht nur für Frust bei einzelnen. Der untergräbt generell das Betriebsklima. Und gefährdet damit sogar die eigene Gesundheit.

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