Stuttgart/Schwäbisch Hall Gründer des Ku-Klux-Klans war V-Mann

Stuttgart/Schwäbisch Hall / ROM 12.11.2013
Innenminister Reinhold Gall (SPD) hat laut Medienberichten dem Innenausschuss des Landtags erstmals bestätigt, dass der Gründer des Schwäbisch Haller Ablegers des Ku-Klux-Klans ein V-Mann des Landesverfassungsschutzes war.

Das berichten die "Stuttgarter Nachrichten". Der rassistische Geheimbund war im Jahr 2000 von Achim S. gegründet worden. Mehrere Medien, darunter die SÜDWEST PRESSE, hatten mehrfach berichtet, dass S. V-Mann war. Das war von den Behörden aber bisher nie bestätigt worden.

Achim S. gilt auch als mögliche Kontaktperson des rechtsextremen Terror-Trios Nationalsozialistischer Untergrund (NSU). Der Haller Ku-Klux-Klan war in die Schlagzeilen geraten, weil sich dem rassistischen Bund 2001 auch zwei baden-württembergische Polizisten angeschlossen hatten. Einer von ihnen wurde später Gruppenführer der 2007 in Heilbronn ermordeten Michèle Kiesewetter. Diese Tat wird dem NSU zugerechnet. Eine Verbindung des Polizistenmords zum Ku-Klux-Klan gebe es aber nicht, betont ein Sprecher des Innenministeriums: "Laut Bundesanwaltschaft ist das ausermittelt." Als das Landesamt für Verfassungsschutz bemerkt habe, dass ihr damaliger V-Mann im Ku-Klux-Klan aktiv sei, sei dieser umgehend "abgeschaltet" worden.

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