Kommentar Gerold Knehr zur Debatte um die Superliga Gier frisst Verstand

Gerold Knehr
Gerold Knehr © Foto: Volkmar Könneke
Ulm / Gerold Knehr 05.11.2018

Das Dementi kam schnell, war aber nicht überzeugend. So lange er noch Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München ist, stehe der Verein zu seiner Mitgliedschaft in der Fußball-Bundesliga und der Champions League. Sagte Karl-Heinz Rummenigge. Er ist 63, ein Jahr jünger als Angela Merkel und ähnlich lang Bayern-Boss, wie die Bundeskanzlerin CDU-Vorsitzende. Ihre Ärä ist bald zu Ende..

Ähnlich schnell kann es auch beim FC Bayern gehen. Natürlich habe er die Pläne für eine neue „Super League“ intensiv geprüft. Dort könnten europäische Topklubs dreimal mehr verdienen als in der Champions League, die vom europäischen Verband Uefa betrieben wird. Und das 20 Jahre lang garantiert, weil man sich nicht Saison für Saison neu qualifizieren muss und nicht absteigen kann. Klingt verlockend, birgt aber die Gefahr, dass Gier den Verstand frisst.

Es ist fraglich, ob der Fan eine „Super League“ akzeptiert,, in der immer wieder dieselben Vereine aufeinandertreffen. Die Bundesliga hat sich in 55 Jahren zu einem Kulturgut entwickelt. Sie aus finanziellen Erwägungen aufs Spiel zu setzen, ist fahrlässig.

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