Glosse Fluch über Berlin

Das Bundeskanzleramt in Berlin, aufgenommen am 11.09.2016. Foto: Rainer Jensen/dpa (zu dpa "Merkel und Seehofer beraten über Flüchtlingsstreit und Fahrplan" vom 11.09.2016) +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Download am 06.06.2018 für Bunte/1
Das Bundeskanzleramt in Berlin, aufgenommen am 11.09.2016. Foto: Rainer Jensen/dpa (zu dpa "Merkel und Seehofer beraten über Flüchtlingsstreit und Fahrplan" vom 11.09.2016) +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Download am 06.06.2018 für Bunte/1 © Foto: Rainer Jensen/dpa
Berlin / Thomas Block 07.06.2018

Rational ist das nicht mehr zu erklären. Der Flughafen der deutschen (!) Hauptstadt ist auch zwölf Jahre nach Baubeginn nicht fertig, die Sanierung der Oper  wurde doppelt so teuer wie geplant, und der größte Vergnügungspark der vergnügungssüchtigen Metropole ist eine vor sich hinrottende Ruine.

Klar, so etwas kann mal passieren, wenn man kein Geld und prinzipiell keinen Bock hat; beides ist in Berlin der Fall. Aber dass wirklich alles schiefgeht, was an der Spree geplant wird, ist auffällig. Da müssen übernatürliche Kräfte am Werk sein. Wie sonst ist es auch zu erklären, dass mitten im heißesten Frühsommer seit Jahren bekannt wird, dass das eh schon vor Baumängeln strotzende Kanzleramt auch noch undicht ist? Ein Regentag in der vergangenen Woche hat ausgereicht, die Tiefgarage unter Wasser zu setzen. Sie muss jetzt mit neuen Feuchtigkeitssperren versehen werden. Für 5,5 Millionen Euro.

Woher der Fluch kommt? Vielleicht war es ein karibischer Staatsgast, vielleicht eine Rhein-Hexe aus Bonn, vielleicht ein saarländischer Satanist, wer weiß das schon, heutzutage sind viele voller Wut. Wichtig ist nur, dass endlich Gegenmaßnahmen erfolgen. Wenn Sie also in den kommenden Wochen in Berlin sind: Werfen Sie ein paar Zuckerkügelchen in den Wannsee, kippen Sie Weihwasser auf den Potsdamer Platz, opfern Sie ein Schaf. So lange, bis der Flughafen fertig und das Kanzleramt trocken ist.

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