Berlin EZB vor nächstem Schritt zum Ende der Geldflut

Berlin / dpa 13.09.2018

Die Europäische Zentralbank (EZB) dürfte an diesem Donnerstag den nächsten Schritt zur Normalisierung ihrer Geldpolitik machen. Volkswirte erwarten, dass die Währungshüter ihren Ankündigungen aus dem Juni Taten folgen lassen und das Volumen der umstrittenen Anleihenkäufe von Oktober an auf 15 Milliarden Euro pro Monat halbieren werden. Ein Ende des - vor allem in Deutschland - umstrittenen Programms zum Erwerb von Staats- und Unternehmensanleihen peilt die Notenbank zum Jahresende 2018 an.

Allerdings beendet die EZB ihren Anti-Krisen-Kurs nur vorsichtig. Die Phase ultraniedriger Zinsen soll «mindestens über den Sommer 2019» andauern - so lautet die aktuelle Sprachregelung des EZB-Rates. Daran dürfte sich auch nichts ändern, wenn das höchste Entscheidungsgremium der EZB am Donnerstag in Frankfurt berät.

Sparer müssen also noch eine ganze Weile auf höhere Zinsen warten, zugleich profitieren Kreditnehmer aber weiter von vergleichsweise günstigen Konditionen. Aktuell liegt der Leitzins im Euroraum auf dem Rekordtief von null Prozent. Geschäftsbanken müssen zudem 0,4 Prozent Strafzinsen zahlen, wenn sie Geld bei der EZB parken. Die Ergebnisse der Sitzung des EZB-Rates werden am frühen Donnerstagnachmittag (13.45 Uhr) veröffentlicht.

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