Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) will in die Prävention von sexuellem Missbrauch investieren und frühere Fälle umfassend aufarbeiten. Am Dienstag (12.30 Uhr) stellt ein speziell eingesetztes Gremium in Hannover Details zur Umsetzung eines Elf-Punkte-Handlungsplans gegen sexualisierte Gewalt vor. Dem sogenannten Beauftragtenrat gehören drei Bischöfe und zwei Juristen an, darunter zwei Frauen. Lange Zeit wurde sexueller Missbrauch eher als ein Problem der katholischen Kirche wahrgenommen. Allerdings sind auch bei den Protestanten Hunderte Missbrauchsfälle aus evangelischen Einrichtungen bekanntgeworden, die meist Jahrzehnte zurückliegen. Betroffen sind vor allem ehemalige Heimkinder.