Es ist immer noch nicht viel, was man über den Datenklau weiß, und das Wenige definiert sich aus dem Negativen heraus. Klar ist also vor allem, was er nicht war. Es gab keinen großangelegten Angriff auf die Netze des Bundestages oder der Bundesregierung. Hinter den Diebstählen steckt auch keine Hackerorganisation oder gar ein ausländischer Geheimdienst. Nein, wahrscheinlich war es ein Einzelner, der den Leichtsinn und die Schlampigkeit seiner Opfer ausgenutzt hat.

Doch ist es gerade die Banalität des Angriffs, die viele erschrecken lässt. Wie genau er funktioniert hat? Nebensache. Es sind jedenfalls keine professionellen Superhirne notwendig, um unsere Telefone und Computer auszuspähen – ein paar Teenager mit technischer Begabung reichen völlig aus. Ebenso leicht wäre es allerdings gewesen, die Angriffe etwa durch bessere Passwörter zu verhindern. Die falsche Reaktion wäre nun, sich aus lauter Angst vor der digitalen Welt zurück in analoge Zeiten zu wünschen, denn die kommen nicht mehr zurück. Zwingend ist es allerdings, sich an die eigene Nase zu fassen und der Digitalisierung die notwendige Aufmerksamkeit zu schenken und sei es nur mit besseren Passwörtern.

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