Die Parteivorsitzende  der Alternative für Deutschland hat angekündigt, dass sie der künftigen AfD-Bundestagsfraktion nicht angehören wird. „Inhaltlich gibt es einen Dissens in der AfD“, sagte Petry gestern in Berlin. Sie wolle „Realpolitik“ betreiben, im Wahlkampf habe sich die AfD allerdings zu einer „anarchischen Partei“ entwickelt. Sie wolle nun als Einzel­abgeordnete im Bundestag sitzen.

Im ARD-Morgenmagazin wiederholte sie den Vorwurf, die Partei habe sich zu weit am rechten Rand positioniert. „Wenn man sich die AfD in den letzten Monaten anschaut, dann sieht man Einzelne, die sich abseits des Parteienspektrums bewegen.“ Die Kritik richtet sich an Alexander Gauland, der eine „Rhetorik, die der Bürger als nicht konstruktiv empfindet“, pflege. Alice Weidel, die sich mit Gauland um den Vorsitz der AfD-Bundestagsfraktion bewerben will, forderte Petry auf, aus der AfD auszutreten. Petry ist seit 2013 AfD-Chefin – seit mehreren Monaten allerdings im Streit mit Gauland an den Rand gedrängt. Sie sieht sich durch das Wahlergebnis in Sachsen bestätigt, wo die AfD stärkste Partei wurde. Petry eroberte ein Direktmandat.

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