Kommentar Dieter Keller zur regulierten Einwanderung Ein richtiger Schritt

Korrespondent Berlin,Autorenfoto 2014,Dieter Keller
Korrespondent Berlin,Autorenfoto 2014,Dieter Keller © Foto: Südwest Presse
Berlin / Dieter Keller 18.08.2018

Erstaunlicherweise kann Horst Seehofer seine Arbeit als Innenminister auch zügig und ohne Theaterdonner erledigen, sogar beim Thema Zuwanderung. Überraschend schnell hat er sich mit dem Arbeits- und dem Wirtschaftsminister auf Eckpunkte für die Einwanderung von Fachkräften geeinigt, und das noch vor der Landtagswahl in Bayern. Es grenzt an ein Wunder. Allerdings steckt der Teufel im Detail, wenn es darum geht, ein Gesetz zu formulieren.

Deutschland ist ein Einwanderungsland, lautet die Botschaft. Allerdings sehr begrenzt: Aus Ländern außerhalb der EU darf nur kommen, wer eine Ausbildung hat und hierzulande einen Arbeitsplatz findet. Das ist richtig, denn mehr würde unsere Gesellschaft und die Sozialsysteme überfordern. Die Pläne sind die zwangsläufige Antwort auf die demografische Entwicklung. Nur durch bessere Aus- und Weiterbildung werden viele Stellen nicht zu besetzen sein. Wenn Unternehmen keine Chance sehen, Mitarbeiter aus dem Ausland anzuwerben, werden sie abwandern. Entscheidend ist, dass die Bundesbürger diese Entwicklung akzeptieren und ihre neuen Mitbürger willkommen heißen.

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