Rom DOKUMENTATION: Wichtige Punkte im Papst-Schreiben

DPA 27.11.2013

Papst Franziskus hat in seinem apostolischen Lehrschreiben zu Reformen und einer Dezentralisierung der katholischen Kirche aufgerufen. Hier einzelne Aussagen:

Kirchenstrukturen Franziskus schlägt den Bogen vom höchsten Amt bis hin zu den Ortsbischöfen. Das Papsttum müsse "mehr den gegenwärtigen Notwendigkeiten der Evangelisierung" entsprechen. "Eine übertriebene Zentralisierung kompliziert das Leben der Kirche und ihre missionarische Dynamik, anstatt ihr zu helfen."

Sakramente Sie sollten nicht unnötig vorenthalten werden. Das gilt besonders für die Taufe, aber auch für die Eucharistie. Sie sei keine "Belohnung für die Vollkommenen, sondern ein großzügiges Heilmittel und eine Nahrung für die Schwachen".

Wirtschaftssystem "In der Wurzel ungerecht" nennt Franziskus das aktuelle ökonomische System. Es herrsche das Gesetz des Stärkeren. Wer das nicht leisten könne, werde nicht mehr bloß ausgebeutet, sondern ausgeschlossen, weggeworfen. Es regierten Finanzspekulation, Korruption und Egoismen.

Frauen Konkret ist die Aussage dazu nicht: "Die Beanspruchung der legitimen Rechte der Frauen stellt die Kirche vor tiefe Fragen, die sie herausfordern und die nicht oberflächlich umgangen werden können", heißt es. Das Priestertum soll Männern vorbehalten bleiben.

Laien Die Verantwortung der Laien für die Kirche soll gestärkt werden. Teils durch mangelnde Ausbildung, teils durch "ausufernden Klerikalismus" spielten sie nicht die Rolle, die sie spielen sollten.

Armut Er wünsche sich mehr Aufmerksamkeit für die Schwächsten der Gesellschaft, eine Kirche für die Armen, schreibt Franziskus.