Kommentar Dorothee Torebko zu Hackerangriffen auf Krankenhäuser Digitalisierung der Klinken birgt Gefahr

Dorothee Torebko
Dorothee Torebko © Foto: privat
Berlin / Dorothee Torebko 10.09.2018

Cyberangriffe auf Telefonunternehmen kosten Geld, im schlimmsten Fall Jobs. Attacken von Internetkriminellen auf Regierungen gefährden die Sicherheit. Und Hackerangriffe auf Kliniken entscheiden über Leben oder Tod. Sie sind perfide und widerlich. Denn Operationen müssen verschoben werden, die Strahlentherapie für Krebskranke steht still. Deshalb ist umso wichtiger, dass Kliniken gut geschützt sind gegen Attacken. Das ist nicht der Fall.

Dabei sind nicht nur mangelnde Investitionen das Problem. Um zu verhindern, dass Mitarbeiter aus Unwissen auf Links klicken und so ein Krankenhaus lahmlegen, müssen sie geschult werden. Natürlich ist das in Zeiten der Überlastung des Personals ein sensibles Thema. Doch die Gefahr von Cyberkriminalität sollte im Gesundheitssektor Priorität haben. Gerade angesichts der Tatsache, dass Kliniken immer digitaler werden.

Auch die Patienten sind gefragt: Für Ärzte ist es praktisch, in virtuellen Akten Infos wie Blutwerte und Röntgenbilder zu sammeln. Aber diese Daten können gestohlen werden. Deshalb sollte der Patient in Fragen der Sicherheit nachhaken.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel