Meinung Kommentar zur rechten Terrorszene: Kranke Ideale

Stefan Kegel
Stefan Kegel © Foto: Thomas Koehler/ photothek.net
Berlin / Stefan Kegel 01.10.2018
Sieben Jahre nach dem Ende des NSU hängt die Szene in Chemnitz offensichtlich immer noch dessen kranken Idealen an.

Wieder Chemnitz. Wieder Rechtsextreme. Selbst Wohlmeinende müssen einräumen: Die  sächsische Großstadt hat ein Problem. Sieben Jahre nach dem Ende des NSU hängt die Szene offensichtlich immer noch den kranken Idealen von Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe an, die zeitweise ebenfalls Teil des Chemnitzer Untergrunds waren.

Ungeist erhebt sich wieder

Die Rolle der jetzt festgenommenen mutmaßlichen Rechtsterroristen bei den Ausschreitungen in der Stadt vor fünf Wochen ist noch unklar. Ebenso, ob mit ihrer Festnahme tatsächlich eine Wiederholung der NSU-Untaten verhindert wurde. Ihre Vereinigung „Revolution Chemnitz“ gibt es nach bisherigen Erkenntnissen erst seit Kurzem.

Doch es beunruhigt, mit welcher Macht sich der Ungeist wieder erhebt, gewaltsam gegen Wehrlose vorzugehen. Den Sicherheitsbehörden wird zuweilen unterstellt, sie seien auf dem rechten Auge blind. Es ist gut, dass sie in diesem Fall das Gegenteil bewiesen haben. Wer mit Gewalt gegen die Grundlagen unseres zivilen Zusammenlebens vorgehen will, zerstört unsere Gesellschaft und sät Angst. Dagegen hilft nur Härte.

Themen in diesem Artikel
Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel