Die Afghanen und das Asyl-System

ZIE 30.11.2013

Lage in Afghanistan Anwältin Ursula Damson-Asadollah hat extra die persische Sprache gelernt, um Flüchtlingen - etwa Afghanen - zu helfen. Diese hätten gute Chancen, Asyl zu erhalten. Die Bedrohung in der Heimat zum Beispiel durch die Taliban sei groß. "Regierung und Polizei können nicht effektiv vor Verbrechen schützen", sagt Damson-Asadollah. Diese Lage dürfte sich mit Abzug der internationalen Truppen noch verschärfen.

Sprachproblem Selbst für sie sei es schwierig, die komplexen rechtlichen Aspekte auf Persisch zu erklären, sagt Damson-Asadollah. Die Dolmetscher wären bemüht, Aussagen der Asylbewerber gut zu übersetzen. "Aber Sprachen entsprechen sich nie eins zu eins." Das führe zu Missverständnissen. "Solche Widersprüche werden oft gegen Mandanten ausgelegt."

Bürokratie Schwäbisch Gmünds OB Richard Arnold klagt, dass die Politik das Thema Asyl an die Behörden abgeschoben habe. "Das ist furchtbar bürokratisch." Auf der kommunalen Ebene blieben da kaum Spielräume. Die Bundespolitik solle daher im Asylrecht wieder ihrer Pflicht zur Gestaltung nachkommen.

Nun darf Kazim lernen