Berlin Deutsche Rentner sind im Nachteil

Berlin / DIK 27.11.2013

Geringverdiener sind in Deutschland stärker von Altersarmut bedroht als in den meisten anderen Industriestaaten. Nach einem Rentenbericht der OECD können sie im Alter nur mit etwa die Hälfte ihres Nettoeinkommens rechnen, während es im Schnitt der 34 OECD-Staaten über 80 Prozent sind. Grund ist, dass im deutschen System die Beiträge während des Arbeitslebens entscheidend sind. Daher wirken sich Arbeitslosigkeit und Teilzeitarbeit negativ aus.

In anderen Ländern wird stärker umverteilt. Deswegen befürwortete die OECD-Rentenexpertin Monika Queisser in Berlin die Pläne von Union und SPD, geringe Renten aufzuwerten. Dagegen lehnte sie die von der Union geforderte Mütterrente ebenso ab wie Rente schon mit 63 für Arbeitnehmer mit besonders vielen Versicherungsjahren, was die SPD in den Koalitionsverhandlungen durchsetzen will: Angesichts des Fachkräftemangels hält sie dies für das falsche Signal.