An dem Treffen hatten sieben Verbände teilgenommen, darunter die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB), der Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) und der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD).

Der ZMD-Vorsitzende Aiman Mackey zeigte sich nach dem Gespräch optimistisch: "Heute haben wir tatsächlich ergebnisoffen, auch formatsoffen und inhaltsoffen gesprochen", sagte er der Deutschen Welle. Der Direktor des Instituts für islamische Theologie an der Universität Osnabrück, Bülent Ucar, forderte, die gleichberechtigte Anerkennung des Islam als Körperschaft des öffentlichen Rechts müsse im Mittelpunkt stehen. Zudem müssten die Bundesländer stärker einbezogen werden, sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Die Linke bezeichnete die Islamkonferenz unterdessen als Symbolpolitik. Statt ihre gesellschaftliche Anerkennung zu fördern, habe die Konferenz Muslime bislang als problematische Gruppe erscheinen lassen, erklärte die migrationspolitische Sprecherin der Fraktion, Sevim Dagdelen. Integration sei "eine soziale, keine religiöse Frage".

Stichwort: Islamkonferenz