Limburg Das siebte Gebot

Der Düsseldorfer Lichtkünstler Bienkowski hat am Dienstag den Schriftzug "Du sollst nicht stehlen" und einer Karikatur des Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst über das Portal des Doms in Limburg projiziert. Er protestiert damit gegen die Ausgabenpraxis der Kirche. Die Kosten für den Neubau des Bischofssitzes sollen inzwischen auf 31 Millionen Euro angestiegen sein.
Der Düsseldorfer Lichtkünstler Bienkowski hat am Dienstag den Schriftzug "Du sollst nicht stehlen" und einer Karikatur des Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst über das Portal des Doms in Limburg projiziert. Er protestiert damit gegen die Ausgabenpraxis der Kirche. Die Kosten für den Neubau des Bischofssitzes sollen inzwischen auf 31 Millionen Euro angestiegen sein. © Foto: Thomas Frey/dpa
Limburg / DPA 10.10.2013
Mit einer Lichtinstallation auf dem Limburger Dom hat der Künstler Oliver Bienkowski seinem Unmut über Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst Luft gemacht. Er projizierte die Worte "Du sollst nicht stehlen" auf das Portal.

Mit einer Lichtinstallation auf dem Limburger Dom hat der Künstler Oliver Bienkowski seinem Unmut über Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst Luft gemacht. Er projizierte die Worte "Du sollst nicht stehlen" auf das Portal.

Auch innerhalb der katholischen Kirche wurde die Kritik am Finanzgebaren des Limburger Bischofs schärfer. Der Bischof habe die Steigerung der Baukosten für seine neue Residenz auf 31 Millionen Euro zum Teil selbst verursacht, sagte der Sprecher des Vermögensverwaltungsrates, Jochen Riebel, gestern. "Ich kann es mir nur so erklären, dass der Bischof von Limburg entweder ein raffinierter Betrüger oder krank ist", sagte Riebel, der frühere Leiter der hessischen Staatskanzlei, zudem der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Tebartz-van Elst wollte die Kostensteigerung nicht kommentieren. Er warte die Prüfung durch die Bischofskonferenz ab, sagte Bistumssprecher Martin Wind.

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