Kommentar Patrick Guyton zum Umfragetief der CSU CSU im Umfragetief: Wendigkeit gefragt

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München / Patrick Guyton 06.10.2018

Ob es nun an Horst Seehofer in Berlin liegt, an Ministerpräsident Markus Söder, der auf Teile der Wähler spalterisch wirkt, oder an den Umwälzungen im Parteiensystem: Die Alleinherrschaft der CSU in Bayern wird am 14. Oktober beendet sein; die immer verheerenderen Umfragezahlen zeigen, dass die Christsozialen das nicht mehr drehen können. Die weitere Hiobsbotschaft für die CSU lautet: Ein Viererbündnis gegen sie und die AfD ist vielleicht möglich. Allerdings werden Grüne, SPD, Freie Wähler und FDP wegen ihrer großen inhaltlichen Differenzen nicht regieren.

Die CSU kann jetzt schon mal politische Flexibilität üben. Seehofer wird so oder so gehen, Söder will unbedingt bleiben. Selbst wenn es wider Erwarten zur Koalition allein mit den Freien Wählern reicht, werden diese den Preis hochtreiben. Ein Dreier-Pakt unter Hinzunahme der FDP würde zu Hauen und Stechen im bürgerlichen Lager führen.

Bleibt Schwarz-Grün – und das in Bayern, wo sich CSU und Grüne als Gottseibeiuns ansehen. Ein erheblicher Teil der Wähler ist jedoch der Ansicht, dass beide Parteien ihre Vorzüge haben. Unmöglich wäre dieses Bündnis nicht – aber schwer vorstellbar.

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