Zur Person Bundespolizeichef Dieter Romann

 ARCHIV - 04.09.2017, Berlin: Der Präsident der Bundespolizei, Dieter Romann, aufgenommen beim Herbstempfang der Bundessicherheitsbehörden. (Zu dpa "Nächtliche Vernehmung zum Fall Susanna - Ali B. zurück in Deutschland") Foto: Fabrizio Bensch/Reuters Pool/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
ARCHIV - 04.09.2017, Berlin: Der Präsident der Bundespolizei, Dieter Romann, aufgenommen beim Herbstempfang der Bundessicherheitsbehörden. (Zu dpa "Nächtliche Vernehmung zum Fall Susanna - Ali B. zurück in Deutschland") Foto: Fabrizio Bensch/Reuters Pool/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ © Foto: Fabrizio Bensch
Berlin / Stefan Kegel 12.06.2018

Es kann nicht schaden, wenn der Innenminister auf seinen Bundespolizeichef große Stücke hält. Bei Dieter Romann ist das so. Ausdrücklich lobte Horst Seehofer den Boss von 42 500 Beamten, nachdem dieser ihm die Festnahme des flüchtigen Ali B. im Nordirak gemeldet hatte. Romann verfüge über „außergewöhnlich gute Kontakte“ in die kurdischen Gebiete, schwärmt der CSU-Politiker. Diese internationale Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden halte er für wichtig. Das war am Morgen, nachdem kurdische Polizisten auf Geheiß Romanns den schlafenden Täter in der Stadt Zakho überwältigt hatten. Sie hielten ihn fest, bis der 56-jährige deutsche Chefpolizist mit einigen GSG-9-Beamten in Erbil eingetroffen war.

Den Coup, den Täter ohne Auslieferungsabkommen selbst nach Deutschland zurückzubringen, ließ sich Romann nicht nehmen. Ein wenig half ihm seine Bekanntschaft mit ranghohen Kurden, etwa dem Bruder des de-facto-Präsidenten Masud Barzani, der in Berlin Botschafter ist.

Eine lange Karriere im Bundesinnenministerium hat dem verheirateten Rheinländer diese Kontakte verschafft. Vor 25 Jahren hat der promovierte Verwaltungsjurist in der Behörde seine Laufbahn begonnen. War er zuerst für die Besoldung zuständig, rückte er später auf und arbeitete in der Abteilung für den Bundesgrenzschutz, Vorgänger der Bundespolizei. Später leitete er das Referat Ausländerterrorismus und Ausländerextremismus.

In seinem Haus ist der ehemalige Karate-Meister als Mann klarer Worte bekannt. Das war nicht immer so. Als er vor sechs Jahren die Nachfolge von Matthias Seeger antrat, war die Skepsis groß. Doch inzwischen hat er sich einen Namen damit gemacht, dass er den Aufbau der Antiterroreinheit BFE+ durchkämpfte sowie eine Direktion Spezialkräfte aufbaute.

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