Wiesbaden Bundeskriminalamt stellt Bericht zu organisierter Kriminalität vor

Wiesbaden / dpa 31.07.2018

Das Bundeskriminalamt will am Mittwoch einen Überblick über die organisierte Kriminalität in Deutschland geben. BKA-Präsident Holger Münch werde unter anderem über den Kampf gegen Rocker- und Rauschgiftbanden sprechen, kündigte die Behörde an. Auch die Aktivitäten der italienischen Mafia und Wirtschaftskriminalität werden ein Thema im Bericht für 2017 sein.

2016 hatte das BKA in mehr als 560 Verfahren gegen organisierte Kriminalität ermittelt, mehr als 8650 Verdächtige wurden aktenkundig. Dies entsprach in etwa den Zahlen aus dem Vorjahr. Allerdings wuchs die Summe der finanziellen Schäden von 424 Millionen Euro (2015) auf mehr als eine Milliarde Euro an.

Organisierte Kriminalität - Fachleute nennen sie kurz und knapp „OK“ - ist nach Definition von Polizei und Justiz von Gewinn- oder Machtstreben bestimmt. Mehr als zwei Beteiligte gehen dabei planmäßig und auf Dauer arbeitsteilig vor, ihre Straftaten müssen von „erheblicher Bedeutung“ sein.

Hauptfelder der organisierten Kriminalität sind Rauschgifthandel, Eigentums- und Wirtschaftsstraftaten sowie Steuer- und Zolldelikte.

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