Ulm Bucks heile Welt: Extreme Körperteile

Ulm / SWP 13.02.2016
Vom Durchschnitt abzuweichen, muss nicht zwangsläufig zu Ruhm und Reichtum führen. Ist ja auch nicht immer der IQ oder die Wohlgestalt, die alles überragt, oder gar eine Kombination aus beidem. In manchen Fällen besticht lediglich der Bauchnabel durch Exorbitanz.

Glücklicherweise kann man Abnormitäten wie diese heutzutage im Internet verarbeiten. Wenn nicht sogar auf-. Zum Beispiel in einem so genannten Vegan-Beauty-Blog, einer Art öffentlichem Tagebuch, in dem sich junge Menschen nicht etwa "Rindsroulade" nennen, sondern "Buschbohne", wenn sie über Knollennasen& Co. palavern. In so einem Vegan-Beauty-Blog also berichtet eine 15-jährige Frühkartoffel, pardon, "Süßkartoffel", dass sie ewig und drei Tage unter ihrem kolossalen Bauchnabel gelitten habe. Dies umso mehr, als sie seit Babybeinchen ausschließlich bauchfreie Klamotten trage. Inzwischen jedoch, nach langen Jahren des Hohns und Spotts, habe sie nicht nur gelernt, ihren Nabel anzunehmen, so, wie er nun mal ist, riesenhaft und grobschlächtig. Sondern er sei heute ihr bester Freund.

Solange es nicht ihr einziger ist - Glückwunsch, Süßkartoffel! Doch bei allem Respekt vor dem Mordsnabel dieses Grumbierchens: Es gibt fürwahr größere Probleme mit extremen Körperteilen.

Dumbo-Ohren und Giga-Pos zählen noch zu den kleineren, da jederzeit anleg- oder absaugbar. Was aber sollen all die armen Würstchen respektive Möhrchen machen, die auf Riesenfuß leben?

Frauen mit Schuhgröße 43 zum Beispiel können zu ihren beiden Oschi-Kumpels Ja sagen, so oft sie wollen, für ordentliches Schuhwerk müssen sie trotzdem meilenweit latschen. Schlimmer noch: Wer sich schon als Möhrchen beim Schuhkauf schwer tut, findet als Möhre erst recht nichts Passendes mehr. Zumal Füße buchstäblich laufend monströser werden.

Über kurz oder lang bleibt so einer Riesen-Füßlerin wohl nur ein Fußsack. Wie groß war dein bester Freund noch gleich, Süßkartoffel?