Hameln Brandanschlag auf bewohntes Flüchtlingsheim

Hameln / AFP/DPA 29.08.2015
Nach dem Brandanschlag auf eine Asylbewerberunterkunft im niedersächsischen Salzhemmendorf hat die Polizei drei Tatverdächtige gefasst.

 Zwei 24 und 30 Jahre alte Männer aus der Gemeinde im Kreis Hameln-Pyrmont und eine 23 Jahre alte Frau aus der Region Hannover seien am Freitagabend festgenommen worden, sagte ein Polizeisprecher. "Es gibt auch Geständnisse", sagte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) im NDR. Die Täter hatten in der Nacht zu Freitag einen Brandsatz in ein Gebäude geworfen, das als Unterkunft für Flüchtlinge genutzt wird. Eine dort wohnende Mutter und ihre drei Kinder blieben unverletzt, die Feuerwehr konnte rasch löschen.

Politiker sehen in den zunehmenden Angriffen auf Flüchtlingsheime eine neue Qualität erreicht. "Die Rechtsradikalen gehen offenbar zum offenen Terrorismus gegen Flüchtlinge über", sagte SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi.

Laut einem Bericht des "Spiegel" prüfen Behörden, ob hinter den Übergriffen rechtsterroristische Gruppen stecken. Das Magazin berichtet, das Bundesamt für Verfassungsschutz habe Fragebögen zu "rechtsextremistischen Anti-Asyl-Aktivitäten" an die Landesämter verschickt. Darin werde nach Rednern und dem "Aggressionsniveau" von Demonstrationen gefragt.

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